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In: Berührungen
Forensik des Vergessens in Literatur, Comic, Theater und Film
Der mythologische Fluss Lethe dient als Leitmotiv für das Aufspüren diverser medialer Strategien zum Vergessen in Lyrik, Prosa, Comic, Theater und Film. In Anlehnung an forensische Verfahren zeichnet sich eine kritische Auseinandersetzung mit etablierten Erinnerungsdiskursen zum vergangenen Jahrhundert ab.
Ermittelt werden poetisch profilierte Widersprüche, prosaische Ausdrucksformen von Demenz, mittels topografischer Projektionen sowie als Umwertung eines gemeinhin belastenden Vergessens. In Comics (ver)bergen gerade die grafischen Flächen ein raffiniertes Wechselspiel von Ein- und Ausblendungen, das mit verbalen Hinweisen kollaboriert. Auf und abseits der Theaterbühne wird nach Augenzeugen und Dokumenten gefahndet, während sich im Film gesellschafts- wie medienhistorisch bedingte Steuerungen ausmachen lassen, die von einem komplexen Wertewandel des Gedenkens zeugen. Über die literarisch erarbeitete Geschichtsvergessenheit in ihrer ukrainischen Heimat berichtet abschließend die Bachmann-Preisträgerin Tanja Maljartschuk.
Komparatistische Perspektiven auf die frühe deutsche Nachkriegsliteratur
Im Zentrum des Buchs steht die Re-Internationalisierung der deutschen Literaturszene nach 1945 in Auseinandersetzung mit anderen europäischen Literaturen und der amerikanischen Literatur.
Themen sind u. a. der literarische Blick des europäischen Auslands auf die deutschen Nachkriegsverhältnis- se, der Vergleich der deutschen mit den deutschsprachigen Literaturen Österreichs und der Schweiz sowie filmische Verarbeitungen der deutschen Nachkriegszeit aus Deutschland und Italien. Behandelt werden literarische Werke von Oskar Maria Graf, Thomas Mann, Friedrich Dürrenmatt, Max Frisch, Paul Celan, Ilse Aichinger, Wolfgang Hildesheimer, Gottfried Benn, Hans Mayer, Günter Eich, Ingeborg Bachmann, Stig Dagerman, Karl Valentin und Jean-Paul Sartre.