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  • Author or Editor: Joanna Jabłkowska x
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Abstract

Die Verflechtung von Erinnern und Vergessen ist ein Motiv, das Durs Grünbeins Werk ständig begleitet. Der Beitrag fragt nach der Entwicklung beider Begriffe in Grünbeins Lyrik sowie in seinen autobiographischen Werken. Konstant bleibt das Bild der archäologischen Ausgrabung, die sowohl in buchstäblicher als auch in psychoanalytischer Bedeutung Stoff seiner Werke ist. Sie bezieht sich ebenso auf die Heimatstadt Dresden und die mühsame Rekonstruierung ihrer barocken Schönheit wie auf die Entdeckung der Antike, für die in erster Linie Rom steht. Gefragt wird in dem Beitrag nach der Funktion der literarischen Entdeckungsreisen in die Vergangenheit, denn weder das Bewahren der Erinnerung noch das verdrängende Vergessen sind ihr Ziel. Die Hypothese wäre, dass Grünbeins Werk der Gegenwart verpflichtet ist und die Beschäftigung mit der Geschichte oder ‚Historie‘ außer einem ästhetischen Interesse der Bestätigung des Hier und Jetzt gilt.

In: Lethe-Effekte
In: Berührungen
Forensik des Vergessens in Literatur, Comic, Theater und Film
Der mythologische Fluss Lethe dient als Leitmotiv für das Aufspüren diverser medialer Strategien zum Vergessen in Lyrik, Prosa, Comic, Theater und Film. In Anlehnung an forensische Verfahren zeichnet sich eine kritische Auseinandersetzung mit etablierten Erinnerungsdiskursen zum vergangenen Jahrhundert ab. Ermittelt werden poetisch profilierte Widersprüche, prosaische Ausdrucksformen von Demenz, topografische Projektionen sowie Umwertungen eines gemeinhin belastenden Vergessens.
Komparatistische Perspektiven auf die frühe deutsche Nachkriegsliteratur
Im Zentrum des Buchs steht die Re-Internationalisierung der deutschen Literaturszene nach 1945 in Auseinandersetzung mit anderen europäischen Literaturen und der amerikanischen Literatur.
Themen sind u. a. der literarische Blick des europäischen Auslands auf die deutschen Nachkriegsverhältnis- se, der Vergleich der deutschen mit den deutschsprachigen Literaturen Österreichs und der Schweiz sowie filmische Verarbeitungen der deutschen Nachkriegszeit aus Deutschland und Italien. Behandelt werden literarische Werke von Oskar Maria Graf, Thomas Mann, Friedrich Dürrenmatt, Max Frisch, Paul Celan, Ilse Aichinger, Wolfgang Hildesheimer, Gottfried Benn, Hans Mayer, Günter Eich, Ingeborg Bachmann, Stig Dagerman, Karl Valentin und Jean-Paul Sartre.