in Unter die Haut
Tätowierungen als Logo- und Piktogramme
Schmerzhaft in die Haut gestochen, galten Tätowierungen bis zur Erfindung der Lasertechnologie als unauslöschlich. Sie kennzeichneten über den Tod hinaus und fungierten als Eigentums- und Strafmarkierungen, aber auch als Schutz-, Freiheits- und Identitätszeichen. Der Band spannt einen Bogen von den griechischen Sklavenstigmata über die römischen Straftätowierungen und die Brandzeichen im transatlantischen Sklavenhandel bis hin zur Auschwitzer Nummerntätowierung und ihrer heutigen Bedeutung als Überlebens-, Widerstands- und Erinnerungszeichen. Die Beiträge beleuchten die Rolle von Tätowierungen als Pikto- und Logogramme und fragen, inwiefern Tätowierungen mit einem spezifischen Befehls- und Steuerungspotential und mit einem subversiven Gegensinn ausgestattet sind. Für wen sind sie lesbar in einer bestimmten Situation und ihren historischen Transformationen?