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In: Die Kultur der 20er Jahre
In: Die Kultur der 90er Jahre
In: Analyse, Theorie und Geschichte der Medien
In: Die Kultur des 20. Jahrhunderts im Überblick
In: Das Zweite Jahrzehnt
„Unterhaltung“ wird hier als Schlüsselkategorie der Kultur-wissenschaft vorgestellt – ein Lebenskonzept, das gesellschaftlich durchgesetzt ist und nur trans-disziplinär zureichend verstanden werden kann. Ausgangspunkt sind unterschiedliche Definitionen von Unterhaltung gemäss dem derzeitigen Stand der Forschung und die historische Fundierung von Unterhaltung als Massenkultur am Beispiel der Entwicklung von Familienzeitschriften des 19. Jahrhunderts der modernen Illustrierten. Faulstich entfaltet die Perspektiven diverser Disziplinen - u.a. Kinderliteratur, Freizeit als kulturelle Unterhaltungspraxis, die unterhaltende Werbung - und thematisiert sie anschliessend im Rahmen expliziter „Unterhaltungs-medien“, wie Film, Popmusik, TV und PC.
Der Band zeichnet im Rahmen wirtschaftlicher, politischer und sozialer Eckdaten des Jahrzehnts ein facettenreiches Bild – von Theologie und Religion zwischen Weltveränderung und Innerlichkeit, von den Revolten in den Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften (Systemtheorie, Konstruktivismus, Historikerstreit, Gen-Technologie), von den Wandlungsprozessen in Architektur, Design und Mode. Daneben erfahren die Medien als Steuerungs- und Orientierungsinstanzen besondere Aufmerksamkeit: Tagespresse, Literatur und Buchmarkt, Film, der Videoboom, Fotografie, das Fernsehen mit dem Beginn des dualen Rundfunksystems. Zugleich werden differenziert wichtige binnenkulturelle Veränderungen aufgezeigt – in der Musik- und Rockkultur, der Sportkultur, der Werbung und die Verbreitung des Computers und der neuen Netzmedien. Das Profil der bundesdeutschen 80er Jahre lässt sich auf einen prägnanten Nenner bringen: zunehmender Geltungsverlust traditioneller Kunst und Kultur, Boom der Unterhaltungsindustrie, strukturelle Verschiebungen zu einer neuen digitalen Kultur.
Die wichtigsten Strukturmerkmale, Zäsuren und Hauptabschnitte der Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts werden in dieser die Reihe abschließenden Gesamtdarstellung kompakt vorgestellt.
Zum ersten betrifft das Politische Kultur, Unternehmenskultur und Sozialkultur. Zum zweiten geht es um Dimensionen und Räume kulturellen Handelns: Religionen und Glaubensvorstellungen, Rechtskultur, Erziehungs- und Bildungskultur, Alltagskultur sowie Raumkultur. Drittens gilt die Aufmerksamkeit produktorientiert zentralen kulturellen Sektionen: Werbekulturen, Literarischen Kulturen, Musikkulturen, dem Verhältnis von Kunst und Kultur, Kinderkulturen und Medienkulturen im Wandel.
Damit werden komplementär zu Querschnitten nach Jahrzehnten übergreifend die großen Entwicklungsstränge eines aufregenden Jahrhunderts entfaltet.
Am Anfang des dritten Jahrtausends wirft Faulstichs spannender und facettenreicher Abschlussband der 'Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts' einen Blick zurück auf die 90er Jahre. Am 3. Oktober 1990 feierte Deutschland Wiedervereinigung. Doch mehr noch und vom nationalen Einheitsrausch überdeckt prägte das Jahrzehnt ein Weltphänomen: die Globalisierung. Dieser Widerspruch prägt sämtliche Kapitel dieser schillernden Kulturgeschichte: Arbeit und Wirtschaft / Geschlechterrollen / Bildung, Wissenschaft und Forschung/ Mode / Architektur und Design / Musik / Literatur / Film / Internet / TV / Werbung.
Festschrift für Werner Faulstich
Medien prägen unsere Gesellschaft. Was aber heißt das für die Wissenschaften, die sich mit Medien und der Gesellschaft befassen? Einige Antworten darauf versammelt dieser Band.
Technische- oder Verbreitungsmedien konstituieren Kommunikation, Kultur und Gesellschaft mit – wir besitzen aber wenig Konzepte, um ihre Rolle in und für Kultur, Gesellschaft und Geschichte angemessen zu verstehen und darzustellen.
Die Beiträge des Bandes reflektieren die Konzeptualisierung von Medien. Mit Bezug zu Arbeiten und Problemstellungen von Werner Faulstich, der die Entwicklung der Konzeptualisierung, historischen Rekonstruktion und Analyse der Medien produktiv und kontrovers vorangetrieben hat. Es wird ein Überblick gegeben über den Stand der Arbeit an der Herausforderung, die Rolle der Medien im Kontext von Kommunikation, Kultur und Gesellschaft besser zu verstehen.