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  • Author or Editor: Karlheinz Lüdeking x
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Series:  Bild und Text
An die Stelle des Gegebenen tritt allenthalben die Wiedergabe. Deshalb ist es in einer Zeit, die sich – wie keine andere – einem hemmungslosen Kult der Sichtbarkeit verschrieben hat, nicht nur nötig, genau hinzusehen. Es ist auch ratsam, sich bewußt zu machen, wie vieles an den Erscheinungen selbst – an den Bildern, den Dingen, den Körpern – gar nicht ablesbar ist. In ihrer wahrnehmbaren Gestalt enthüllen die Bilder nicht länger, wie sie entstanden und worauf sie verweisen. Dinge, die handgreiflich vor uns stehen, verwandeln sich plötzlich in Zeichen und treten in die unberechenbare Ordnung des Symbolischen ein. Alles Konkre-te untersteht der Macht von unsichtbaren Beziehungen und Funktionen. Dabei bleibt noch nicht einmal unser eigener Körper ein verläßlicher Bestand, denn auch er nimmt immer mehr bildhafte Züge an.
In: Was ist ein Bild? Antworten in Bildern
In: Verflüssigungen
Ästhetische und semantische Dimensionen eines Topos
Das Buch widmet sich dem Phänomen des Fließend-Flüssigen. Zwischen dynamischer Lebendigkeit und formauflösendem Zerfall dient es als Denkfigur in der (Post-)Moderne und als materiell-mediales Signum der gegenwärtigen Ästhetik.
Das Metaphernfeld des Flüssig-Fließenden hat eine lange geistesgeschichtliche Tradition, die in dem Ausdruck »Alles fließt« eine griffige Formel für »ewiges Werden und Wandeln« findet. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts mündet es jedoch auch in der ambivalenten Denkfigur einer verunsichernden Moderne. Die interdisziplinären Beiträge des Bandes nehmen wesentliche Aspekte des Metaphernfeldes, seine Wirkmacht seit der Romantik wie seine materiellen und medialen Korrelate in den Künsten des 20. und 21. Jahrhunderts, in wissens- und diskursgeschichtlicher, produktionsästhetischer und geschlechtertheoretischer Perspektive in den Blick.
Gottfried Boehm zum 70. Geburtstag
Gottfried Boehms Frage, was ein Bild sei, hat für nachhaltige Unruhe in der kunsthistorischen Forschung und über ihre Grenzen hinaus gesorgt.
Diese intellektuelle Irritation war der Ausgangspunkt für den Jubiläumsband, in dem Freunde, Weggefährten, Kollegen und Schüler oder Gottfried Boehm anderweitig verbundene Autorinnen und Autoren je ein prägnantes Beispiel für das, was ein Bild sein kann, präsentieren. Die Vielstimmigkeit des hier vorgelegten Bandes spiegelt so die weitreichende Resonanz, die die Bildfrage in den letzten Jahrzehnten gefunden hat. Neben Gemälden, Skulpturen, Fotografien oder Mosaiken werden auch Werke und Objekte angesprochen, die traditionell seltener unter dem Vorzeichen von Bildlichkeit diskutiert wurden. Die Bandbreite reicht von der Architektur über Installationen, Filme, Theateraufführungen, Performances und literarische Erzeugnisse bis hin zu Computeranimationen, die jeweils auf ihre spezifisch ikonischen Momente hin befragt werden. Hinzu kommen Beispiele, die dezidiert nicht dem Bereich der Künste entstammen – vom Faustkeil über das Werbeplakat bis hin zur Google-Bildsuche.
Was ist ein Bild? 89 Autorinnen und Autoren geben Gottfried Boehm anhand eines von Ihnen gewählten Beispiels eine wie immer auch provisorische Antwort.