in Paradoxalität des Medialen
in BildÖkonomie

Abstract:

In his latest statements, Roland Barthes imagines a becoming-art of his thinking. But rather than switching from a theoretical to a literary form he reflects his desire of a new writing as the beginning of a new thinking, which leads him to another knowledge. His intended new form is ambivalent. It results from indecision between essay and novel, critique and narration and thereby detects a hidden dynamic of thinking: Its phantasmatic sources and emotional conditions reveal an affective knowledge, in which the pathos leads to the truth and gains the significance of a philosophem.

in Artistic Research and Literature
Kunstformen der Theorie
Reihe: Merz Akademie
HerausgeberIn: Kathrin Busch
Der Band widmet sich devianten Formen der Wissensproduktion und versammelt Positionen künstlerischer Forschung. Er zielt auf eine Epistemologie der Kunst und fragt nach den ästhetischen Bedingungen des Wissens.
Künstlerische Forschung meint nicht Umsetzung oder Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnis. Es handelt sich um ein eigenständiges, durch ästhetische Strategien und künstlerische Darstellungsformen hervorgebrachtes Wissen, das anders als die Wissenschaften verfährt, sich anders vermittelt, andere Evidenzen produziert. Die Beiträger sondieren Verfahren und Medien künstlerischer Forschung, befragen das Verhältnis von anschaulicher und begrifflicher Erkenntnis und legen Bezüge zum unbewussten Wissen frei. Zudem werden die ästhetischen Voraussetzungen von Theoriebildung reflektiert, mithin die Überschneidungen von Kunst und Philosophie berührt.
Ein Handbuch
Reihe: Eikones
HerausgeberInnen: Iris Därmann und Kathrin Busch
Eine systematische Rekonstruktion der maßgeblichen französischer Bildtheorien im 20. Jahrhundert. Erstmals werden hier die bildwissenschaftlichen Debatten um ein Handbuch erweitert, das die französischen Bildtheorien der Gegenwart in einer konzisen Gesamtdarstellung zugänglich macht Mit Artikeln zu Roland Barthes, Gaston Bachelard, Jean Baudrillard, Georges Bataille, Henri Bergson, Pierre Bourdieu, Roger Caillois, Cornelius Castoriadis, Hubert Damisch, Gilles Deleuze, Georges Didi-Huberman, Jacques Derrida, Michel Foucault, Pierre Klossowski, Sarah Kofman, Jacques Lacan, Emmanuel Levinas, Lucien Lévy-Bruhl, Claude Lévi-Strauss, Jean-François Lyotard, Henri Maldiney, André Malraux, Louis Marin, Jean-Luc Marion, Maurice Merleau-Ponty, Marie-José Mondzain, Jean-Luc Nancy, Jean-Bertrand Pontalis, Jacques Rancière, Jean-Paul Sartre, Michel Serres und Paul Virilio.
Aporien der Gabe bei Jacques Derrida
Angesichts der zunehmenden Ökonomisierung der Lebenswelt verfügen alle Formen der Verschwendung, des Nutzlosen und Sinnwidrigen über einen besonderen Reiz. In der philosophischen Diskussion wird vor allem auf Gabe und Verausgabung als grundlegende Formen sozialen Handelns zurückgegriffen, um ein Jenseits ökonomischer Prinzipien freizulegen. So kann die asymmetrische Gabe, die eine Zuwendung jenseits von Erwiderungspflicht und Nutzenkalkül bedeutet, als Inbegriff der ethischen Relation gelten. Großzügigkeit und Freigebigkeit stehen jedoch immer in Gefahr, einer verborgenen Vergeltungslogik zu gehorchen – um ihr zu entgehen, bedarf es einer besonderen Geschicklichkeit. Kathrin Busch verfolgt ihr Anliegen, einem Denken der Gabe jenseits von Gegenseitigkeit und Austausch Geltung zu verschaffen, sowohl in sozialphilosophischer wie kunsttheoretischer Hinsicht. Nach einer Herleitung der Thematik von Mauss und Bataille steht Derridas aporetische Formulierung der Gabe im Zentrum der Untersuchung.
Reihe: Merz Akademie
HerausgeberInnen: Kathrin Busch und Helmut Draxler
Gemeinhin verbindet man mit dem Begriff der Kultur den gesamten Bereich menschlicher Handlungen und Hervorbringungen. Das Vermeiden der Tat, das Zögern oder Zweifeln, aber auch Faulheit, zielloses Abschweifen, Schlaf und Langeweile, kurzum: die vielfältigen Zustände und Formen von Passivität erscheinen kaum von kulturellem Wert. Diese unbefragte Bevorzugung von Aktivität, des Handelns und Herstellens, wird heute zunehmend bezweifelt und durch Konzepte des Unvermögens, des Unvermögens, der Unterlassung oder Willensschwäche und der Idee einer Archi-Passivität ersetzt, in denen Passivität in den Rang einer Ermöglichung von Praxis erhoben und die ihr eigene Potenzialität freigelegt wird. Der Band versammelt neben Aufsätzen zur Begriffsgeschichte vor allem Untersuchungen, die Passivität als Bedingung von Aktivität reflektiert und als konstitutives Moment von künstlerischer Produktion oder politischer Praxis bedenken.
Materialität und Situiertheit in den Künsten
Der Titel des Bandes behauptet eine Pluralität von Wissen und rückt die Vielheit materiell-semiotischer Akteur_innen in den Blick.
Fokussiert werden dabei zwei zentrale Aspekte: „Wessen Wissen?“ ist einerseits eine Frage nach Akteur_innen, Körpern, Materialien und Technologien, die in künstlerischen Produktions- und Wissensprozessen miteinander interagieren. Diese lassen sich als Übersetzungen und Transformationen beschreiben, in denen Künstler_innen längst nicht mehr die einzigen Subjekte des Wissens sind. Denn in den künstlerischen Praktiken des Entwerfens, Skizzierens, Modellierens, Probens und Experimentierens entfalten Medien und Materialien ihre je eigene agentielle Kraft. Es ist andererseits eine Frage nach der Heterogenität von Wissensformationen in ihren partikularen und partialen Perspektiven, also nach situated knowledges. Damit wird die Vorstellung einer allgemeingültigen, körperlosen, neutralen Objektivität bestritten. Im Gegenzug nimmt das situierte Wissen der Künste für sich in Anspruch, Erkenntnisse hervorzubringen und zur Verfügung zu stellen. Es steht demnach für verkörperte Kenntnisse, die in das Feld des zugelassenen und legitimen Wissens kritisch intervenieren.
in Wessen Wissen?
in Wessen Wissen?