in Wege zur Wahrheit
Moderne Kritiken und systematische Entwürfe zur konkreten Subjektivität
AutorIn: Klaus Düsing
Untersuchungen zu Hegels Logik, Ethik und Ästhetik
Hegel gilt nicht umsonst als einer der wirkungsmächtigsten Denker der Philosophiegeschichte. Er war es, der durch ein neues dialektisches Denken eine bedeutende Innovation schuf und zugleich wichtige Denktraditionen fortführte.
Hegels dialektisches Denken ist deshalb ein faszinierendes Wechselspiel von Innovation und Tradition. Als Initialzündungen für Hegels Denken werden Auseinandersetzungen mit Platon, Aristoteles, Kant und Hölderlin untersucht sowie die Entwicklungsgeschichte seiner Dialektik nachvollzogen. Dieser Blick verleiht den Grundfragen der dialektischen Logik, der hegelschen Metaphysik und Subjektivitätstheorie sowie der Ethik und Ästhetik eine neue Klarheit.
Ein deutsch-ungarischer Dialog
Vor dem Hintergrund aktueller Debatten in der biomedizinischen Ethik verfolgen die Beiträge dieses Buchs eine doppelte Zielsetzung.
Zum einen werden im ersten Teil anhand dreier für die deutsche und die ungarische Philosophie zentraler Autoren die Überlegungen von Hegel, Marx und Lukács zum Problem der Technik auf ihre aktuelle systematische Tragfähigkeit hin untersucht. Im zweiten Teil geht es in systematischer Perspektive um die Verhältnisbestimmung von philosophischer Anthropologie und Bioethik mit dem Ziel auszuloten, auf welche Weise und in welchem Maße anthropologisch-ethische Reflexionen in den gegenwärtigen biomedizinischen und biopolitischen Debatten eine orientierende und begründende Funktion übernehmen können.
Studien zur Philosophie Oskar Beckers
Der Band enthält neben den wissenschaftlichen Abhandlungen über Oskar Becker im Anhang eine auszugsweise Veröffentlichung von Beckers Bonner Vorlesung von 1956, in der er die »Grundlinien der Anthropologie« in Auseinandersetzung mit Heidegger entwickelt.
Wie in den vorangehenden Studien zur Philosophie Oskar Beckers erweist sich auch in den Beispielen der philosophischen Auseinandersetzung, die in diesem Band vorgelegt werden, dass vom Ansatz und der Weiterführung der transzendentalen Phänomenologie zahlreiche Brückenschläge zu gegenwärtig zunächst disparat scheinenden Versuchen einer systematischen Philosophie möglich sind und auch fruchtbar werden können. Dies zunächst im Sinne einer in der Diskussion zwischen Paul Lorenzen und Oskar Becker nicht grundsätzlich ausgeschlossenen Nähe, dann aber auch im Sinne der kulturalistischen Weiterführung des Erlanger Konstruktivismus.