in Laboratorium Aufklärung
in Ereignis Weimar-Jena
in Ereignis Weimar-Jena
in Ereignis Weimar-Jena
in Ereignis Weimar-Jena
Kultur um 1800
Der Band dokumentiert die Arbeit eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft über 12 Jahre geförderten Großunternehmens, das sich dem zentralen Ereignis der Deutschen Kultur, der Periode um 1800 in Weimar/Jena widmete.
Unter dem Begriff "Ereignis" erfassen die Beiträge dieses Buchs einen zeitlich und räumlich lokalisierbaren Wirk- und Handlungsraum. Hier kulminierte die Aufklärung, weil bestehendes Gedankengut neu gedacht und experimentell in die soziale und wissenschaftliche Praxis überführt wurde. Jena, die »Stapelstadt des Wissens« machte dabei aus Wissen Kapital.
Die Impulse der Aufklärung, insbesondere die Ideen und Leitbilder der Selbstbestimmung und Selbstverantwortung, aber auch die der Gestaltbarkeit von Geschichte und Gesellschaft, haben bis heute ihre Geltung behalten und wirken noch immer orientierend. Im ersten Band der Reihe 'Laboratorium Aufklärung' unternehmen deshalb Wissenschaftler ganz unterschiedlicher Disziplinen den Versuch, aus der Perspektive ihrer Fächer Laboratoriumssituationen im 18. Jahrhundert und in der Gegenwart aufzuzeigen und danach zu fragen, welche Bedeutung die Beschäftigung mit der Aufklärung für die heutige Moderne haben kann und umgekehrt, ob und wie sich heute eine neues Bild der Aufklärung formt.
Zur Konstruktion kultureller Identitäten im Reisebriefroman der Aufklärung
AutorIn: Hanna Nohe
HerausgeberInnen: Hartmut Rosa, Daniel Fulda, und Stefan Matuschek
Dieser Band zeigt auf, wie im 18. Jahrhundert Autoren aus Italien, Frankreich, England, Spanien und dem deutschsprachigen Raum Bilder vom Nahen, Mittleren und Fernen Osten dazu nutzten, Europa in seinen kulturellen Eigenheiten zu konturieren.
Orient und Okzident erscheinen aktuell immer wieder als Gegensätze, die sich gegenseitig in ihrer Existenz bedrohen. Dabei stellt das ‚Andere‘ zugleich eine wesentliche Notwendigkeit für die Selbstdefinition dar. Dieses Buch zeigt anhand der vergleichenden Untersuchung von zahlreichen Werken in italienischer, französischer, englischer, spanischer und deutscher Sprache, wie eine Textsorte in besonderer Weise zur Konstruktion kultureller Identitäten beigetragen hat: Briefromane, in denen ein fiktiver Reisender aus dem Nahen, Mittleren oder Fernen Osten westeuropäische Gesellschaften an seine Landsleute beschreibt.