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In: Perspektive – Die Spaltung der Standpunkte
In: Konturen des Kunstwerks
Zur Perspektive in Philosophie, Kunst und Recht
›Perspektivismus‹ ist ein fester Begriff der Philosophiegeschichte und reflektiert die Standortgebundenheit von Wahrnehmung und Erkenntnis. Nietzsche, der im Zentrum der gegenwärtigen Debatten um die Spaltung der Standorte in Perspektiven steht, warnte davor, daraus relativistische Schlüsse zu ziehen, wie das viele seiner Anhänger taten. Der Kunsthistoriker Panofksy erläuterte, wie die Perspektive zu einer symbolischen Form der Weltdeutung wurde. Wie aber werden Perspektiven konstruiert, dezentriert und als Perspektiven sichtbar gemacht und in ihren Konsequenzen bewertet? Vor allem in den perspektivischen Verfahren der künstlerischen Darstellung von Bild- und Erzählräumen wird diese Frage virulent. Diese Fragen beantworten die Beiträge des Bandes aus Philosophie, Film- und Kunstgeschichte, Literatur und Rechtstheorie.
Zur Frage von Relevanz und Kontingenz
Welche Eigenschaften eines Kunstwerks sind relevant? Wer entscheidet hierüber? Und welchen Status haben dabei flüchtige Prozesse und Zufälle, die auf den ersten Blick durch nichts Kunstrelevantes bedingt zu sein scheinen?
Der Band widmet sich der Frage, wie die Unterscheidungen zwischen beidem in der Auseinandersetzung mit künstlerischen Objekten und Ereignissen zustande kommen, wie sie gerechtfertigt werden können und auf welche Instanzen man sich bei diesen Bestimmungen beruft bzw. berufen sollte. Besonderes Augenmerk gilt dabei, dass seit der Moderne Kontingenzen - flüchtige Prozesse und Zufälle, die durch nichts Kunstrelevantes bedingt zu sein scheinen - häufig zu den relevanten Eigenschaften eines Kunstwerks erklärt werden.

Richard Wagner heute: Neue kulturwissenschaftliche Perspektiven
Richard Wagner ist nicht nur die »Totalstausdehnung ›Bayreuth‹« (Jonathan Meese), der »deutsche« Kult und Kitsch, an dem »Wagnerianer«, Wagner-Kritiker wie -hasser gleichermaßen teilhaben. Wagner gibt es auch jenseits von Bayreuth.
Wagners Musikdramen sind Ereignisse in Opernhäusern auf allen Kontinenten. Hollywood verdankt ihm bis heute neue Ideen. Über analytische Erklärungskraft, und zwar Erklärungskraft für die Gegenwart, verfügt Wagners Werk wie kaum ein Œuvre des 19. Jahrhunderts. Heute geht es darum, Wagner neuen Methoden und thematischen Anschlüssen zugänglich zu machen. Auch für die Wagner-Forschung gilt das an Alberich gerichtete Wort des Wanderers: »Was anders ist, das lerne nun auch!«