Ein Gespräch über Geld, Konsum, Kunst und Zerstörung mit Boris Groys, Jochen Hörisch, Thomas Macho, Peter Sloterdijk und Peter Weibel
HerausgeberIn: Marc Jongen
In seiner Totalität und scheinbaren Alternativlosigkeit hat der globale Kapitalismus den Charakter eines religiösen Kultes angenommen. Das Geld hat Gott als das innerste Bewegungsprinzip der Welt ersetzt.

Einst zum Kernbestand der Religion gehörende Aufgaben sind auf das kapitalistische Konkurrenz-, aber auch Versorgungs- und Verwöhnungssystem übergegangen. Über diese und verwandte Thesen diskutieren mit Boris Groys, Jochen Hörisch, Thomas Macho, Peter Sloterdijk und Peter Weibel fünf führende Theoretiker der Gegenwart und legen dabei Kontinuitäten und funktionale Äquivalenzen der gegenwärtigen kapitalistischen Praxis zu Traditionen und Diskursen der Weltreligionen offen. Dokumentiert ist kein akademisches Fachge-spräch, sondern eine fünfstimmige philosophische Deutung unserer gegenwärtigen "kapitalistischen Kultur".
Mit dem Band eröffnet die Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe eine neue Folge ihrer Schriftenreihe.
Standortbestimmungen ästhetischer und politischer Theorie. 2. Auflage
HerausgeberIn: Marc Jongen
Seit Michel Foucault 1967 die „Epoche des Raumes“ ausrief, ist das Thema Raum zunehmend ins Blickfeld der Philosophie und der Kulturwissenschaften getreten. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts nimmt der Raum eine ähnlich dominante Stellung im Diskurs ein, wie die Zeit im 20. Jahrhun-dert. Die Autoren dieses Bandes nä-hern sich dem Thema aus unter-schiedlichen Kontexten der äs-thetischen und politischen Theo-rie und entfalten dabei ein Pano-rama aktuellen Raum-Denkens, das von der Wesensbestimmung der Installationskunst über den Zusammenhang zwischen religi-ös-politischem Fundamentalis-mus und Dekadenz bis hin zur grundsätzlichen Frage reicht: Wo sind wir, wenn wir in der Welt sind? Zugleich liefert der Band einen erstmaligen Überblick über die philosophische Produktion der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe.
Philosophie nach Peter Sloterdijk
Gleichsam im Schatten seiner massenmedialen Präsenz baut Peter Sloterdijk seit nunmehr einem Vierteljahrhundert an einem philosophischen Werk, das heute – weit davon entfernt, abgeschlossen zu sein – in Umrissen als komplexes Ganzes sichtbar zu werden beginnt. Der Band versammelt erstmals Essays herausragender Intellektueller aus dem deutschsprachigen und internationalen Raum, die sich von Sloterdijks philosophischer Erhellung unserer Gegenwart inspiriert zeigen und von den unterschiedlichsten disziplinären und persönlichen Blickwinkeln aus theoretische Tangenten an sein Werk anlegen. Entsprechend der Breite des Sloterdijkschen Oevres beschäftigen sich die Autoren mit philosophischen, politolo- gischen, sozio- und psychologischen sowie gegenwartsdiagnostischen Fragestellungen und nehmen dabei auf sämtliche Hauptwerke des Philosophen Bezug: von der 'Kritik der zynischen Vernunft' (1983) über die Sphären-Triologie (1998-2004) und 'Im Weltinnenraum des Kapitals' (2005) bis hin zu 'Zorn und Zeit' (2006) sowie dem 2009 erscheinenden Buch über Anthropotechnik 'Du mußt dein Leben ändern'. Essays mit strikter Referenz auf Peter Sloterdijk sind ebenso vertreten wie Texte, die aufgrund seiner Anregungen an Sachthemen weiterdenken.