in Körper des Denkens
in Milieu
in Die Schreibszene als politische Szene
in Die Wirklichkeit des Realismus
in Die Schreibszene als politische Szene
Zum Begriff des Lebens bei Foucault und Canguilhem
Reihe: Merz Akademie
Eine Genealogie der Biopolitik muss über die Untersuchung der Macht- und Wissenstechniken geschrieben werden, die dasjenige Leben durchdringen, das laut Michel Foucault zum Gegenstand biopolitischer Macht wird. Das Leben ist dabei jedoch keine gegebene Entität, biologische Essenz oder vitalistisches Prinzip, sondern ein Korrelat von Macht- und Wissenstechniken, die »das Leben« zuallererst hervorbringen. Folglich muss ein angemessenes Verständnis dieses Lebens die wissenschaftshistorische Konstellation um 1800 berücksichtigen, die in Georges Canguilhems Studien zum Lebensbegriff reflektiert und darin für Foucaults Machtanalyse anschlussfähig wird: So wird eine Einsicht in die spezifische Funktionsweise biopolitischer Machttechniken gewonnen, die sich nicht ausschließlich durch ihren Bezug auf das Leben bestimmen lassen, sondern vielmehr durch das Verständnis dieses Bezugs als ein mimetischer.
Reihe: Merz Akademie
HerausgeberInnen: Friedrich Balke und Maria Muhle
Marshall McLuhan hat bereits in den 1960er Jahren die Erforschung des Zusammenhangs von Medium und Umwelt als gleichermaßen ästhetischen und politischen Auftrag an die zukünftigen Medienwissenschaften formuliert. Der Band knüpft an diesen Auftrag an und entfaltet das Problem des medialen Regierens in seinen räumlichen, machtökonomischen und logistischen sowie ästhetischen Dimensionen.
Regieren besteht in der Disposition über Dinge, deren Anordnung zu einem Milieu geeignet ist, das Verhalten der Menschen auf vielfältige Weise hervorzubringen, zu beeinflussen und zu modulieren. Der Band führt Beiträge zusammen, die erstens der Frage nach der Restrukturierung von Räumen und der Konstitution neuer Umwelten und Habitate durch die Einführung bestimmter Objekte, Apparate und Techniken nachgehen; zweitens die umweltexplorierenden Dimensionen bestimmter, insbesondere dokumentarischer Medien bzw. medialer Strategien mit ihren registrierenden und enthüllenden Funktionen thematisieren und drittens die Produktion von anti-funktionalen Umwelten als Display oder Dispositiv in den Blick nehmen.