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  • Author or Editor: Marie-France Rafael x
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In: Generische Formen
In: Konturen des Kunstwerks
Zur Frage von Relevanz und Kontingenz
Welche Eigenschaften eines Kunstwerks sind relevant? Wer entscheidet hierüber? Und welchen Status haben dabei flüchtige Prozesse und Zufälle, die auf den ersten Blick durch nichts Kunstrelevantes bedingt zu sein scheinen?
Der Band widmet sich der Frage, wie die Unterscheidungen zwischen beidem in der Auseinandersetzung mit künstlerischen Objekten und Ereignissen zustande kommen, wie sie gerechtfertigt werden können und auf welche Instanzen man sich bei diesen Bestimmungen beruft bzw. berufen sollte. Besonderes Augenmerk gilt dabei, dass seit der Moderne Kontingenzen - flüchtige Prozesse und Zufälle, die durch nichts Kunstrelevantes bedingt zu sein scheinen - häufig zu den relevanten Eigenschaften eines Kunstwerks erklärt werden.

Dynamische Konstellationen zwischen den Künsten
Der Band diskutiert den Begriff der generischen Formen, um einem Dilemma der ästhetischen Theoriebildung zu begegnen: Die ästhetische Theorie weiß die Frage nach der Form zumeist nur in der Opposition zur Dynamik zu erläutern.
Diese Gegenüberstellung ist allerdings problematisch, sobald man Phänomene der Übertragung – etwa von Narrativität in der Musik oder musikalischer Wiederholungen im Film – in Betracht zieht. Fälle, in denen Form und Dynamik verschränkt sind, bedürfen eines Begriffs, der diese Opposition überschreitet und auf eine innere Bewegtheit der Form selbst angelegt ist. Der Begriff der generischen Formen, der systematisch auf einer Ebene zwischen dem besonderen Kunstwerk und der Gattung situiert ist, zielt darauf, die Dynamiken zwischen den einzelnen Künsten beschreibbar zu machen.