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In: Deutsche Familienromane
Bildlichkeit und Argumentation
Das Buch ist der Frage gewidmet, auf welche Weise Bilder argumentative Dimensionen ausformen und sichtbar werden lassen. Es untersucht in historischer und systematischer Perspektive den Zusammenhang von Sehen und Denken und verdeutlicht die bis heute anhaltende Insistenz dieser Problematik Die Beiträge des Bandes sind so gewählt, daß sie einen Einblick in die argumentatitven Verfahren verschiedener Bildmedien ermöglichen. Tafelbild, Buchillustration, Sprachbild, Photo, Kino, TV und Computersimulation gehören zu den Bildaggregaten, die in diesem Zusammenhang verhandelt werden. Zugleich zielt die Konzeption des Bandes darauf, die Frage nach der Bild-Argumentation als Frage nach der jeweiligen historischen Konstellation der Bildlichkeit verstehbar zu machen. Ein weiterer Aspekt betrifft die Grenzen der Bildlichkeit. Was sich dem Denken des Bildes und der Wahrnehmung des Denkens als Bild entzieht, wird ebenso zur Diskussion gestellt wie der Zusammenhang von Bildlichkeit und Argumentation selbst.
Literarische Genealogien und internationaler Kontext
Als eine der populärsten literarischen Gattungen der letzten Jahre hat der Familienroman verschiedene Interpretationen angeregt, welche überwiegend auf die thematischen Komplexe "Schuld/Opfer" und "Generation" im deutschen Erinnerungsdiskurs zurückgehen. Dieser Band versucht, diese Interpretationansätze auszuweiten, indem er den Gattungsbegriff in Bezug auf seine literarische Geschichte und seine internationalen Spielarten hinterfragt. Behandelt werden also sowohl zeitgenössiche Romane von Stephan Wackwitz, Uwe Timm und Günter Grass als auch Thomas Manns Buddenbrooks, Wilhelm Raabes Die Akten des Vogelsangs sowie Texte der amerikanischen und der Migrantenliteratur.
Über das Untote
Seit der Aufklärung werden Versuche, das Leben auf den Begriff zu bringen, von Figuren des Untoten heimgesucht, die die Grenze zwischen »lebendig« und »tot« infrage stellen. Die hier versammelten Beiträge widmen sich literarischen, medialen, philosophischen und politischen Formationen, in denen das Untote Gestalt annimmt. Kennzeichnend für die Moderne ist eine Emphase des Lebens und ein verändertes Verhältnis zum Tod. Bedrohlich erscheint weniger die Endlichkeit des Lebens, als vielmehr sein Exzess über den Tod hinaus: die paradoxe Unfähigkeit der Toten zu sterben, ihr verstörendes Auftauchen in der Welt der Lebenden. Als unheimliche Zwischenwesen verweisen die Untoten auf eine Dimension des Daseins, die in die soziale und kulturelle Realität nicht integrierbar ist, sie aber mit Insistenz heimsucht und untergräbt. Der vorliegende Band lotet den Topos des Untoten in seiner privativen ebenso wie in seiner konstitutiven Dimension aus, um seine Herausforderung für das gegenwärtige Denken zu erkunden.