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In: Marcel Proust: Bewegendes und Bewegtes
In: Affektökonomien
In: Marcel Proust: Bewegendes und Bewegtes
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In: Marcel Proust - Gattungsgrenzen und Epochenschwelle
In: Marcel Proust - Gattungsgrenzen und Epochenschwelle
Marcel Prousts À la recherche du temps perdu steht im Dialog mit unterschiedlichen Genres und stößt selbst andere Dialoge an. Dies fordert einen komparatistischen Zugang, den dieser Band verwirklicht.
Prousts Roman aktualisiert Literatur und Kunst als relevante Kontexte, die sich, im Medium des Erzählens verschmolzen, signifikant verändern. Die Erneuerung des Romans geht also mit einer Umbestimmung anderer Genres einher. Komparatistisch lässt sich nach dem Verhältnis zur bildenden Kunst, zur Lyrik, zur Philosophie, zum Telefongespräch und Theater der Epochenschwelle von 1912/1913 fragen: Wie erscheinen und verändern sich diese Formen in der Ästhetik des modernen Romans? Ebenfalls vergleichend wird die Möglichkeit dieses dynamischen Gattungsverständnisses bei Zeitgenossinnen wie Lasker-Schüler, bei Proust-Lesern wie Schnitzler und in Proust-Romanen wie denen von Garréta, Besson u.a. untersucht.
À la Recherche du temps perdu ist ein künstlerisch gestaltetes Universum von unvergleichlicher Größe. Vielfältige Bewegungen durchziehen und gliedern diese Welt – nicht nur als Formen ästhetischer Erfahrung, sondern auch als Modelle literarischer Hermeneutik. Die Kategorie der Bewegung ist unumgänglich, um die Poetik der Recherche zu verstehen. Dies beginnt bei erzählerischen Modellierungen von Bewegung an Schlüsselstellen und führt zu Erkundungen des ästhetischen Potenzials verschiedener Bewegungsarten. Analysiert wird dies vor dem Hintergrund zahlreicher einschlägiger Diskurse: die moderne Kinästhetik, die Philosophie Henri Bergsons, die medizinische Theorie der Nervosität, die Theorie fotografischer Stillstellung. Ebenso wichtig sind die intertextuellen Bezüge, die von Anspielungen auf Ovid und Hans Christian Andersen bis zu generischen Referenzen auf die moderne Lyrik, die avantgardistischen Formen des Theaters und die Ästhetik des Kinos reichen.