in Intermedialität von Bild und Musik
Reihe: Eikones
HerausgeberInnen: Matteo Nanni und Matthias Schmidt
Die Musik und die Ästhetik Helmut Lachenmanns werden in diesem Buch zum ersten Mal im Kontext des iconic turn reflektiert und diskutiert.
Nicht nur in seinen Texten ist die Dialektik von Hören und Sehen besonders evident, sondern es ist Lachenmanns Musik selbst, die die Frage nach der Ikonizität von Musik austrägt und sie zu einem der zentralen Aspekte seines kompositorischen Denkens macht.
Matteo Nanni und Matthias Schmidt präsentieren Themen, die von der all- gemeinen Problematisierung des Verhältnisses von Bild und Klang bei Lachenmann - insbesondere etwa im Bühnenwerk Das Mädchen mit den Schwefelhölzern - über die konkrete Frage nach der Rolle der Bildlichkeit bis zum Verhältnis von visueller Gestalt und akustischer Intention in den Skizzen reicht. Das Buch schließt ein Gespräch zwischen Gottfried Boehm und dem Komponisten ein.
Visuelle Kultur und musikalische Notation (9.-13. Jahrhundert)
HerausgeberInnen: Matteo Nanni und Kira Henkel
Dieser Band untersucht die Entwicklung der musikalischen Notenschrift als Teil der Kulturgeschichte des Visuellen. Notationspraktiken des Mittelalters werden im Dialog mit schrift- und bildtheoretischen Ansätzen diskutiert.
Frühe Formen von Notation sind Träger einer Spannung zwischen Schriftbild und Klang, zwischen Erinnerung und Vergegenwärtigung, zwischen Bildhaftem und Bilderlosem und werden in den veröffentlichten Beiträgen auf diesen gemeinsamen Fokus hin reflektiert. Die Prozesse der Verschriftlichung, die sich im Kontext der musikalischen Theorie und Praxis seit dem 9. Jahrhundert entfaltet haben, sind nicht nur musikhistorisch zentral, sie sind ebenso im Hinblick auf eine kulturgeschichtliche Diskussion über Schrift und Schriftlichkeit relevant. Im Anschluss an die Schriftbildlichkeitsdebatte leistet die hier gestellte Frage nach der visuellen Logik musikalischer Notenschriften einen bisher vernachlässigten, jedoch wichtigen Beitrag.
in Musik und Schrift
Die von Federico Celestini, Simon Obert, Matteo Nanni und Nikolaus Urbanek herausgegebene Reihe erörtert grundlegende Dimensionen musikalischer Notationen und stellt hierbei die Aspekte der Ikonizität, Materialität, Performativität und Operativität in das Zentrum. Die Überlegungen kreisen um die Formulierung einer Theorie der musikalischen Schrift.