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  • Author or Editor: Matthias Wemhoff x
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Neue Ergebnisse der Stadtarchäologie in Paderborn
Es sind die Scherben der Vergangenheit, die Archäologen in historischen Altstädten zu einem neuen Bild der mittelalterlichen Stadt zusammenfügen. In Paderborn gibt es eine lange Tradition der Spatenforschung. Dabei sind es nicht nur die Ausgrabungen in der Kaiserpfalz und unter dem Dom, die uns faszinierende Einblicke in die Vergangenheit gewähren. Wie vielfältig die Ergebnisse der Stadtarchäologie sind, hat bereits Band 4 der MittelalterStudien „Vorstoß in historische Tiefen“ gezeigt. Im neuen Band werden nun sowohl Ausgrabungen als auch Fundgattungen aus Paderborn vorgestellt. Es sind die täglichen Begleiter des Menschen – z. B. das Messer, das er bei sich trug oder der edle Glasbecher, aus dem er trank – die uns den Alltag des mittelalterlichen Paderborns lebendiger werden lassen. Bei ihren zahlreichen Ausgrabungen legen die Archäologen vom Museum in der Kaiserpfalz immer wieder bisher noch unbekannte Seiten der Paderborner Geschichte frei. So berichten sie u. a. von einer vornehmen Familie, die vor 1500 Jahren ihren Hof an der Königstraße hatte, und von Metallhandwerkern, die im 12. Jahrhundert am Schildern arbeiteten.
In: Klosterlandschaften
10 Jahre Stadtarchäologie in Paderborn
Paderborn – der Name lässt die Stichworte Kaiserpfalz, Dom, einen Thron, der keiner ist, und frühe Stadtentwicklung aufblitzen. Die archäologische Forschung widmete sich in den vergangenen Jahrzehnten hauptsächlich den Sachquellen und Denkmälern der früh- und hochmittelalterlichen Herrscher. In Folge der Ergebnisse dieser – spätestens seit der großen Karolinger-Ausstellung 1999 weiträumig rezipierten – Arbeiten wurde 1993 die Arbeitsstelle „Stadtarchäologie“ am Museum in der Kaiserpfalz etabliert. Mit diesem Schritt war eine Ausweitung der Forschung auf alle archäologisch erreichbaren Sachquellen Paderborns gegeben. Zwar hängen die untersuchten Gebiete von den Bauvorhaben in der Stadt ab, jedoch zeigt sich nach zehn Jahren trotz dieser Zufälligkeit ein breites Mosaik. Die einzelnen Steine lassen schon das eine oder andere archäologische, technikhistorische oder paläobotanische Kleinod erkennen. Das Bild nicht nur der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Bürgerstadt, sondern auch der älteren Besiedlung wird durch die neu erschlossenen Bodendenkmäler erheblich geschärft. Der Band vereint Forschungen aus zehn Jahren Stadtarchäologie in Paderborn. Er versteht sich nicht als Schluss-Stein dieser zehn Jahre, sondern als Aperitif für die Möglichkeiten, die die weitere Auswertung der bisherigen Ausgrabungen ebenso bieten wie die in der Zukunft noch anstehenden Untersuchungen.
Archäologisch-Historisches Forum
Der Umgang mit dem Tod ist ein kulturelles Phänomen und beschäftigt derzeit die verschiedensten Wissenschaften. Der Tod als zentrales Element menschlichen Daseins stellt die Gemeinschaft der Lebenden vor das Problem, den Verlust eines Mitmenschen zu bewältigen. Verschiedene Kulturen entwickeln unterschiedliche Rituale, Glaubensvorstellungen und spezifische Formen des individuellen und kollektiven Gedächtnisses, die einem ständigen Wandel unterworfen sind. Die Analyse dieses jeweiligen Umgangs mit dem Tod verspricht Einblicke in die sozialen Strukturen der betreffenden Gemeinschaft; die Notwendigkeit interdisziplinären Herangehens liegt bei diesem komplexen Thema auf der Hand. Der Band geht aus der dritten internationalen Tagung des ‚Archäologisch-Historischen Forums’ hervor, die vom ‚Institut zur Interdisziplinären Erforschung des Mittelalters und seines Nachwirkens’ an der Universität Paderborn in Zusammenarbeit mit dem Museum in der Kaiserpfalz (Landschaftsverband Westfalen-Lippe) im April 2001 in Paderborn stattfand; die Beiträge im vorliegenden Band stellen die für den Druck überarbeiteten Vorträge dar. Archäologen und Historiker aus Dänemark, Deutschland, Großbritannien, Österreich und den USA legen hier neue Forschungsergebnisse vor zu den unterschiedlichsten Bestattungsarten und Formen der Memoria in Europa; auch methodische Fragen werden eingehend diskutiert. Die zeitliche Spanne reicht von der Völkerwanderungszeit bis zum späten Mittelalter.
In: Bischöfliches Bauen im 11. Jahrhundert
In: Bischöfliches Bauen im 11. Jahrhundert
In: Bischöfliches Bauen im 11. Jahrhundert
In: Die Wikinger und das Fränkische Reich
In: Die Wikinger und das Fränkische Reich
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