Zur Koevolution intimer und literarischer Kommunikation
Author: Niels Werber
In: Philosophie in der Medientheorie
In: Das Planetarische
In: Theorietheorie
In: Performing the Future
In: Politische Tiere
In: Medialisierungen der Macht
In: Dank sagen
Das Subjekt der modernen Kunst
Der „moderne Künstler" gilt als Inbegriff eines kreativen Subjekts, das trotz oder gerade wegen seiner Außenseiterposition gesellschaftlich relevante Aussagen zu formulieren vermag. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts läßt sich eine intensive Auseinandersetzung bildender Künstler mit diesem Status beobachten. Neben eine bewußte Orientierung an traditionellen Mustern künstlerischer Identität tritt dabei auch eine Gegenbewegung: Von Marcel Duchamp und Dada bis zur Internetkunst richten sich stets komplexer werdende Ansätze darauf, das Konzept des auratisch aufgeladenen Kunstwerks und die Figur des autonomen Schöpfersubjekts zu unterlaufen. Sowohl im kunsthistorischen Fachdiskurs als auch in der öffentlichen Diskussion sind diese Entwicklungen bisher weitgehend folgenlos geblieben. Die Rede vom Künstler und seinem Werk wird nach wie vor von Mythen und Legenden dominiert, und die Subjektkonzepte, die diesen Vorstellungen zugrunde liegen, werden meist nur unzureichend reflektiert. Das Buch vereint unterschiedliche Perspektiven neuerer Forschung zu einer Diskussion über die Voraussetzungen und Konsequenzen der modernen Vorstellungen vom Künstler.
Zoologie des Kollektiven
Kann eine Analogisierung von animalischen und sozio-politischen Ordnungen funktionieren? Auf welche Art und Weise fungieren Tiere als Medium der Darstellung und Reflexion politischer Ordnungen?
In Hinblick auf diese Fragen wird insbesondere das Verhältnis zwischen Tieren und menschlicher Kollektivität in den Vordergrund gerückt und diskutiert. Diese Relation tritt in mindestens drei Erscheinungsformen zutage –
erstens: als Kontrastrelation, als politisches Ausschlussprinzip, wie in den traditionellen Interpretationen des »zoon politikon«; zweitens: als Korrespondenzrelation, als Analogisierung animalischer und sozio-politischer Ordnungen; drittens: als Äquivalenzrelation, als Interaktion, als Beziehung zwischen Mensch und Tier, die selbst politisch ist.