Ästhetik der Bewegung und Kritik des automobilen Designs
Niklaus Schefer beschreibt die spannende Entwicklung des Automobildesigns über die letzten 30 Jahre und gibt ihr einen aufschlussreichen kulturphilosophischen Kontext. Das Automobildesign als lohnenswertes Objekt einer philosophischen Analyse? Mit dem Ansatz einer praktischen Ästhetik gelingt es Niklaus Schefer, die Designentwicklung mit den kunstgeschichtlichen Strömungen der Moderne, Postmoderne und Neomoderne zu verbinden. Eine These lautet, dass es im Automobildesign eine sehr wirkungsvolle Postmoderne gibt. Doch auch eine differenzierte Deutung der kulturgeschichtlichen und philosophischen Hintergründe nimmt der Autor vor. Dabei werden einerseits ästhetische und sprachphilosophische Aspekte, andererseits ethische und ökonomische Fragestellungen mit einbezogen. Weil die Analysen zu keinem ästhetisch und ethisch befriedigenden Schluss führen, wird die Arbeit mit einer Skizze einer alternativen Ästhetik, die ihr Fundament in einem neuen Verständnis der Metapher hat, ergänzt.