Search Results

In: Ein Meer und seine Heiligen
Hagiographie im mittelalterlichen Mediterraneum
Stürme, Piraten, Orientierungslosigkeit, fremde Küsten – solche Motive begegnen uns in Erfahrungsberichten und literarischen Darstellungen von Schiffsreisen in verschiedenen kulturell-religiösen Kontexten des Mittelmeerraumes. Der Band enthält Beiträge zu komplexen Beziehungen zwischen Religion, Frömmigkeit und Meer aus der Sicht u.a. von Kunstgeschichte, Archäologie oder Byzantinistik.
Relevanz kam Kräften zu, die Rettung und Schutz vor den Gefahren des Meeres versprachen. Für viele mediterrane Beziehungen spielten Heiligenverehrung in Texten, Bildern und anderen Medien eine bedeutende Rolle. Schutzheilige wurden durch ihre Geschichten oder Martyrien mit maritimen Wagnissen und dem Meer im Allgemeinen in Verbindung gebracht und um Hilfe angerufen. In unterschiedlichen Milieus, unter Kauf- und Seeleuten oder Küstenbewohnern, erfuhren diese Heiligen besondere Verehrung.
In: Ein Meer und seine Heiligen
In: Ein Meer und seine Heiligen
In: Ein Meer und seine Heiligen
Das Mittelmeer eint und trennt zugleich - Menschen, Kontinente, Religionen, Kulturen, politische Systeme und Wirtschaftsräume. Die Reihe MMS bietet eine Plattform, um Deutungen des Mittelmeerraums und dessen gegenwärtige Entwicklungen zu untersuchen sowie die Geschichte dieser Großregion von der Antike bis in die Gegenwart zu analysieren.
Das Themenspektrum reicht von Migrations- und Siedlungsprozessen über das Wirken sozialer Netzwerke bis hin zur Konstruktion mediterraner Imaginationen und zu den Bedingungsfaktoren und Ausprägungen politischer Herrschaft. Die vom »Zentrum für Mittelmeerstudien« an der Ruhr-Universität Bochum herausgegebene Reihe trägt damit den Besonderheiten eines Raumes Rechnung, der auch ein großes Potenzial für die Regionalforschung bereithält.
Mediterranean Research in the 21st Century
Die Mittelmeerstudien sind in Deutschland ein junges Fach. New Horizons stellt aktuelle und innovative Zugänge zur Mediterranistik vor und gibt transdisziplinäre Impulse für eine systematische Erforschung des Mittelmeerraums.
International führende Spezialistinnen und Spezialisten der Mittelmeerstudien geben in diesem Band Einblick in ihre aktuellen Forschungen. Die Aufsätze decken vor allem methodische Fragen der Mittelmeerforschung ab und entwerfen aus ihren jeweiligen Fallstudien heraus übergreifende mediterranistische Zugänge. Die Beiträge gehen auf eine 2013 veranstaltete Vortragsreihe am Zentrum für Mittelmeerstudien der Ruhr-Universität Bochum zurück.
Das Konzept der Insularität kann wichtige Impulse für interdisziplinäre Forschungen zum Mittelmeerraum geben, weil es die spezifische »insulare« Dimension der Archipele und Inseln des »Mare Magnum« ins Zentrum der Betrachtung rückt. Der Begriff »Insularität« stammt eigentlich aus der Renaissance, blieb aber bis zu seiner Wiederentdeckung in der modernen Forschung weitgehend ungenutzt. Das mit ihm umschriebene wissenschaftliche Konzept ist eng verbunden mit der Frage nach spezifischen biologischen, ökonomischen, politischen, militärischen, kulturellen und religiösen Phänomenen auf Inseln, die gerade aus der Tatsache resultieren, dass Inseln komplett von Wasser umgeben und in ihren Ressourcen begrenzt sind. Bei näherer Betrachtung bedingen diese naturgegebenen Kriterien jedoch eine Vielfalt spezifischer Wege gerade im Mittelmeerraum, Insularität in Texten und Bildern zu konstruieren. Diesen unterschiedlichen Modi der Konstruktionen mediterraner Insularitäten widmet sich der vorliegende Band, dessen zehn Beiträge ein breites disziplinäres und chronologischen Spektrum abdecken: Es reicht von der alten und mittelalterlichen Geschichte über die Theologie und die Literaturwissenschaft bis zur Migrationsforschung, der Soziologie und der vergleichenden, systematischen Inselforschung (der Nissologie).
Systematische Mittelmeerforschung und disziplinäre Zugänge
Während in anderen Ländern ein systematischer Zugang zum Mittelmeer als Region institutionell und in der Wissenschaftstradition schon lange ausgebildet war, fehlte dies bislang im deutschsprachigen Raum. Das »Handbuch der Mediterranistik« leistet einen Beitrag zur Etablierung des Forschungsgebiets, indem unterschiedliche Disziplinen ihren jeweiligen Zugang zur systematischen Erschließung des Raumes vorstellen.
People of the most diverse origins, functions and religious affiliations gathered at Christian and Muslim courts in the Medieval Mediterranean: Diplomats, scholars, artists, merchants and pilgrims came as visitors and encountered a wide spectrum of court officials such as administrative personnel, translators, religious experts, the ruler’s confidants, not to forget the Royal family itself. A wide range of religious backgrounds can be discerned, and arguably communication took place between these agents at court, who therefore transcended cultural borders. The articles in this volume focus these “cultural brokers” and their importance for processes of mediaeval entanglement. In a sweeping survey covering the entire Mediterranean and its hinterland, the thirteen papers deal with the courts of the Abbassids, the Ilkhans, the Fatimids and the Byzantines as well as with the courts of Rhodes, Cyprus, Aragon, Castile, Granada, Venice and Rome. Different forms and agents of brokerage are analysed, particular attention being paid to modes and means of inter-religious contact. By taking both the northern and southern rim of the Mediterranean into account, this volume extends our view of mediaeval court cultures and opens the field for transcultural comparisons.