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In: Im Namen des anderen
In: 'Ethical Turn'?
In: 'Ethical Turn'?
In: 'Ethical Turn'?
In: 'Ethical Turn'?
Geisteswissenschaften in neuer Verantwortung
Verantwortung sowohl gegenüber ihren Gegenständen als auch der Gesellschaft wird den Geistes-wissenschaften zu Beginn des neuen Jahrtausends von allen Seiten zugesprochen. Wie ist es daher im frühen 21. Jahrhundert um ihre Gegenstände und das Medium 'Text' bestellt? Vermögen sie einer ausdifferenzierten Gesellschaft noch ›etwas zu sagen‹ oder verlieren sie sich im Raum der medialen Stimmenvielfalt? Eine Antwort auf die Frage nach der Funktion der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften scheint der 'Ethical Turn' zu bieten, in dessen Fahrwasser sich manche Disziplinen neuerdings auf die Suche nach den in Vergessenheit geratenen ethischen Dimensionen von Texten begeben.
Die Ethik des Zitierens
Zitate sollen nicht nur genau sein, sie sollen 'gerecht' sein, und doch können sie missbraucht werden: Eine Ethik des Zitierens versucht der Verpflichtung fremder Rede 'im Namen des anderen' nachzuspüren. Philologische und linguistische, rhetorische und intermediale Aspekte einer zwischen Fremdbestimmung und Neuinterpretation oszillierenden Zitatpraxis werden hier aus interdisziplinärer Perspektive untersucht. Strategien der Beglaubigung wie des Widerstreits, die mit dem Zitieren seit je verbunden sind, in der Rechtssprechung, der Theologie und der Geschichte, werden mit Analysen der Authentizität sowie des Plagiats gekreuzt, wobei das kulturgeschichtliche Spektrum des Bandes von der Antike bis in die unmittelbare Gegenwart reicht, zur Zitierpraxis des Bundesverfassungsgericht und des Films.