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In: Ethik - Anerkennung - Gerechtigkeit
In: Der sich selbst entfremdete und wiedergefundene Marx
Die gegenwärtige Krise des Kapitalismus hat ein neues Interesse an den Schriften von Karl Marx geweckt. Nach dem Zerfall der (Staats-)Sozialismen scheinen die Bedingungen für eine kritische Neuaneignung günstig. Lange Zeit war die kulturwissenschaftliche Theoriebildung ohne Marx undenkbar, bis er aus verschiedenen Gründen in Vergessenheit oder Misskredit geriet. Der Band macht Marx der kulturwissenschaftlichen Theoriebildung wieder zugänglich.Er nähert sich seinem Werk in drei Zugängen an: Der erste beleuchtet die Eigentümlichkeiten der Marx’schen Philosophie durch Vergleiche mit anderen avancierten zeitgenössischen Denkern (Darwin, Blanqui, Proudhon u.a.). Der zweite geht der Entfremdung der Marx’schen Theorie in der Arbeiterbewegung (bei Lenin u.a.) nach; einen besonderen Schwerpunkt bildet hier die Problematik des Antisemitismus. Im dritten Teil schließlich werden neuere Marx-Lektüren rekonstruiert (Benjamin, Foucault, Derrida, Badiou u.a.). In diesen Perspektiven tritt Marx als ein eminent aktueller Autor hervor, der von großer Relevanz für die Erhellung gegenwärtiger Probleme ist Das Buch, entstanden aus einer Konferenz, die der jüngst verstorbene Heinz Dieter Kittsteiner konzipiert hat, ist seinem Andenken gewidmet.
Philosophische, literarische und gesellschaftliche Perspektiven
Seit den 199er Jahren zeigt sich im politisch-gesellschaftlichen und im ästhetisch-kulturellen Feld eine Hinwendung zu ethischen Fragestellungen und Themenfeldern, die unter dem Schlagwort des ethical turn kontrovers diskutiert werden. Die hier versammelten philosophischen, literaturwissenschaftlichen und soziologischen Analysen konkretisieren Leitlinien dieser interdisziplinären Diskussion unter Rückgriff auf kulturwissenschaftliche und poststrukturalistische Theorien. Die Beiträge thematisieren die Konstitution von Subjekten und Gemeinschaften, das Verhältnis von Erinnerung und Gerechtigkeit, sowie Formen gelingender oder verweigerter Anerkennung. Dabei steht im Fokus, wie mediale und narrative Repräsentationen Prozesse der Normbildung reflektieren sowie sozialphilosophische Positionen zu Individualethik und sozialer Gerechtigkeit ergänzen bzw. transformieren.