in Ökonomie des Opfers
in Die Sieben Todsünden

Abstract

The essay follows the history of tradition of the story The Blind Witness, from the publication in François Richer’s Causes célèbres and the subsequent inclusion in the Neuer Pitaval, to its previous iterations reaching back to the 16th century. Starting from this historical-comparative perspective, the interdependencies of investigative representations and criminal procedure codes are traced, with special attention paid to the various writing practices within the framework of criminal procedure since the 17th century. Taking Georg Philipp Harsdörffer’s version of The Blind Witness as part of his collections of crime narratives as an example, the article suggests that the demand for truth or truthfulness made by the juridical orders of writing of the time endows several forms of modern narratives with a reflection on the theory of representation.

in Sprache und Literatur
Automatismen und Strukturauflösung
Automatismen sind Techniken, Routinen und Praktiken, die sich einer bewussten und zentralen Steuerung entziehen und doch in medialen, kulturellen und sozialen Prozessen zur Entstehung und Verfestigung von Strukturen beitragen.

Das Graduiertenkolleg „Automatismen“ der Universität Paderborn hat entsprechende Mechanismen vor dem Hintergrund der Strukturentstehung und als Kulturtechniken zur Reduzierung von Komplexität
untersucht. Der vorliegende Abschlussband der Schriftenreihe des Kollegs fragt danach, ob, und wenn ja, inwiefern Automatismen in künstlerischen, politischen und ökonomischen Prozessen auch zur Auflösung und Zersetzung von Strukturen beitragen können – etwa in regelhaft auftretenden Prozessen der Erosion, der Abnutzung im Gebrauch, des Formverlusts, des Verfalls oder der Dekomposition.
in Zersetzung
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in Sprache und Literatur