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In: Das Versprechen der Rationalität
Von lebendigen Maschinen im 18. Jahrhundert zur humanoiden Robotik der Gegenwart
Author: Marlen Jank
Warum werden lebende Organismen, insbesondere der Mensch, als lebendige Maschinen verstanden? Warum hat der Mensch das Bedürfnis, sich selbst als Maschine nachzubauen?
Das 18. Jahrhundert stand u.a. mit La Mettries Werk L’homme machine (1747) und den »lebendigen« Automaten eines Vaucansons im Zeichen verschiedener »Maschinentheorien des Lebendigen«. Um bis in die Gegenwart anhaltende Tradierungen und Wandlungen des damals fundierten Mensch-Maschinen-Konstrukts erfahrbar zu machen, rückt der Mensch als Forschungsobjekt der KI und der Robotik ins Blickfeld. Es steht zu beantworten, inwieweit die Rede vom Maschinenmenschen und der Bau künstlicher Maschinen dazu verhelfen, Wissen über den Menschen zu erlangen.
Die Charaktergeschichte als Medium der Aufklärung
Author: Konstanze Baron
In den letzten Jahren seines Lebens hat der französische Aufklärer Denis Diderot eine Reihe von Erzählungen vorgelegt, die als "Summe" seines moralphilosophischen Denkens gelten können. Hier werden sie erstmals im Zusammenhang dargestellt und interpretiert.
Mit Diderot erreicht die aufklärerische Erzählkunst einen Höhepunkt; ging es bisher vor allem darum, philosophische Inhalte auf unterhaltsame Weise zu vermitteln, finden nun die ästhetischen Bedingungen und Kategorien des Erzählens selber Eingang in die moraltheoretische Überlegung. Wie die vorliegende Studie zeigt, ist dabei die Kategorie des Charakters von entscheidender Bedeutung: neben dem philosophischen Roman und der moralischen Erzählung etabliert sich die Charakternovelle als neue Form.
Vittorio Alfieri und das republikanische Tragödienprojekt der Sattelzeit
Author: Daniel Winkler
Ausgehend von Alfieri setzt sich dieses Buch mit der Tragödie des 18. und frühen 19. Jh.s als aufklärerischem Projekt vor dem nationalen Einigungsprozess auseinander.
Im Prozess der Verbürgerlichung, nationaler Selbstvergewisserung, sich wandelnder Geschlechterbilder und aufkommender Genieästhetik wird die Tragödie diskursiv immer schärfer gegenüber anderen Gattungen abgegrenzt. Sie wird zur aufklärerischen und revolutionären Paradegattung und versinnbildlicht aus Sicht vieler Intellektueller die moralische Integrität und Stärke des Nationaltheaters und der Nation. Im Zentrum stehen Alfieri und andere aufklärerische bis postrevolutionäre italienische Tragödienautoren, u.a. Calzabigi, Maffei, Riccoboni, Salfi und Manzoni. Kontrastive Lektüren (Addison, Goldoni, Gottsched, Metastasio, Schiller und Voltaire) eröffnen eine europäische Perspektive.
Eine Entstehungs- und Wirkungsgeschichte
Author: Johannes Weiß
Ende des 18. Jahrhunderts ruft eine Gruppe junger Intellektueller das Zeitalter einer neuen romantischen Poesie aus. Ihre Ausdrucksform ist innovativ: eine Philosophie, die sich statt in systematischer Ordnung in bunt durcheinandergewürfelten Gedankensplittern präsentiert. Der Band liefert auf der Grundlage präziser Einzeluntersuchungen eine Gattungsbestimmung des frühromantischen Fragments und ordnet es in seinen historischen Kontext ein. Die von den Brüdern Schlegel und Novalis begründete Gattung gibt sich revolutionär, steht aber zugleich in der Tradition der Aphoristik, die mit den französischen Moralisten beginnt. Die Frühromantiker selbst weisen auf den Einfluss der pointierten Maximen Chamforts und des geistreichen Schreibstils Lessings hin. Nachfolgende Denker wie Nietzsche, Benjamin und Blanchot führen diese zwischen Aphorismus und Essay changierende Form auf je eigene Weise weiter.
In: Andersheit um 1800
In: Andersheit um 1800
In: Das Versprechen der Rationalität
In: Das Versprechen der Rationalität
In: Das Versprechen der Rationalität