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In: Krieg sichten
In: Kulturelle Zyklographie der Dinge
Licht- und Schattenspiele bei Adelbert von Chamisso und Justinus Kerner
Author: Peter Braun
Sie umsegelten die Welt als Naturforscher und ich trieb mich und treibe mich in den Nachtgebieten der Natur herum und suche die Schatten des Mittelreichs auf. (Justinus Kerner in einem Brief an Adelbert von Chamisso im Jahr 1837) Im frühen 19. Jahrhundert erschüttert ein Grenzphänomen zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren das dominante kultur-elle Sichtbarkeitsmodell: der Schat-ten. In der populären visuellen Kultur der Zeit wird er vielfach modelliert. Von dort dringt er sowohl in die literarischen Texte von Kerner und Chamisso als auch in deren natur-kundliche Schriften, Reiseberichte und mesmeristische Fallgeschichten vor, um verschiedene Weltbilder zu konturieren und ihre kulturellen Geltungsgrenzen auszuloten. Sche-renschnitte, Schattenspiele, Guck-kasten-Performances und andere Sehapparaturen erweisen sich dabei als konstitutive Elemente der Texte. Durch ihre mediale Mimesis schulen sie verschiedene Sehweisen und werden so zum integralen Bestand-teil der visuellen Kultur. Das Buch verfolgt zwei Stränge. Es zeichnet einerseits ein medien-historisch fundiertes Doppelporträt der beiden, zwischen Aufklärung und Romantik stehenden Autoren. Andererseits verbindet es narratologische und medientheore-tische Konzepte, um Einsichten in die Visualität der modernen Literatur zu gewinnen.
Zur medialen Darstellung der Kriege in Jugoslawien
Ein Jahrzehnt der Kriege beherrschte das ehemalige Jugoslawien von den ersten Gefechten in Slowenien 1991 bis zu den Auseinandersetzungen um das Kosovo 1998/1999. Der Vielvölkerstaat, der sich unter Tito früh vom Stalinismus losgesagt hatte, um in Politik und Kultur einen eigenen, ‚dritten Weg’ zu verfolgen, zerbrach darüber. Alte Nationalismen, überholte Großmachtphantasien und politische Führungsansprüche kamen zum Vorschein. Sie forderten nicht nur die internationale Staatengemeinschaft zum diplomatischen und letztlich militärischen Handeln heraus, sie trafen auch ins Herz der politischen und gesellschaftlichen Debatten um die europäische Einigung und die zukünftige Gestalt Europas. In diesem Buch geht es jedoch weder um eine politische oder zeithistorische, noch um eine rechtsphilosophische oder psychologische Aufarbeitung der Kriege im ehemaligen Jugoslawien, obwohl alle genannten Aspekte thematisiert werden. Das Interesse richtet sich vielmehr auf den Beitrag der Künste, verfolgt, wie Fotografie, Dokumentar- oder Spielfilme, Theaterstücke, Gedichte, Essays oder Romane auf die kriegerischen Ereignisse reagiert und welche Formen der Darstellung sie dafür gefunden haben. Immer geht es dabei auch zugleich um die spezifische Reflexionsarbeit, die von den Künsten geleistet wird. Denn in ihrem symbolisch-verdichtenden Verfahren setzen sie die Ereignisse, Themen und Narrative der verschiedenen kriegerischen Konflikte bereits als diskursiv geformt voraus. Dagegen stellen sie ihre nicht zuletzt medial bedingte Weise, den Krieg zu sichten, um sie reflexiv daran zu messen.
In: Krieg sichten
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