An den Rändern von Film, Netz und Archiv / At the Borders of Film, Internet and Archives
Series:  Merz Akademie
Mit ihrer weitgehend abgeschlossenen Digitalisierung sind die Medien Film und Video fast gänzlich im Medium „Computer“ aufgegangen.
Und auch unser Rezeptionsverhalten hat sich nachhaltig geändert: Wurden filmische Werke bislang hauptsächlich in Kino und Fernsehen gesehen, gewinnen jetzt die DVD und das Internet zunehmend an Bedeutung – Aspekte einer umfassenden Remediatisierung im Bereich der Audiovisionen. Filme und Videos werden tendenziell als simulierte Anwendungen auf dem Computer rezipiert. Aber die Ränder sind nach vielen Seiten offen: mit den Machinimas werden in Game-Umgebungen Filme gedreht, merkwürdige Mischformen aus Computerspiel, Film und Theater. Es wird über Zugänge zu Archiven nachgedacht, die sich filmischer Grammatiken bedienen. „Öffentlichkeit“ ist ein Faktor, über den ganz anders nachgedacht werden muss als bisher.

With digitization largely completed, the media of film and video have now been almost entirely absorbed by the medium of “computer.”
And our reception behavior has also been permanently altered. Previously, film works were mainly seen in the cinema and on television, while now the DVD and the internet are becoming more important–aspects of a comprehensive remediation in the area of the audiovisual. Films and videos tend to be received as simulated applications on the computer. But the borders are open in many directions: with machinimas, films are shot in game environments, odd hybrids of computer game, film, and theater. Some are contemplating how archives can be accessed by making use of film grammars. And the idea of the “public” is a factor that has to be considered quite differently than ever before.
Beiträge zur Diskurs- und Mediengeschichte der Menschenmenge
Als sichtbarer Akteur ist die Masse gegenwärtig weitgehend von der Bühne politischen und sozialen Handelns verschwunden. Und doch finden wir uns alle auch heute immerfort als Teilchen einer Masse angesprochen und erfasst, etwa in unserem Konsum- oder in unserem Wahlverhalten. Diese unterschiedlichen Auftritts- und Wirkungsformen der Masse verdanken sich nicht zuletzt einem Wandel der medialen Fassung der Menschenmenge. Mit Beiträgen von: Peter Friedrich, Michael Gamper, Uwe Hebekus, Susanne Lüdemann, Michael Neumann, Michaela Ott, Urs Stäheli, Ingrid Wurst und Burkhardt Wolf.
Mit der Figur der »Paradoxalität des Medialen« ist dieser Band dem Denken Dieter Merschs gewidmet. Der »Entzug des Medialen« kann als grundlegendes Motiv einer »negativen Medientheorie« genannt werden: Medien vermitteln Wahrnehmen, Denken und Handeln in ihrer Kulturalität, bleiben in ihrer Funktion jedoch selbst unkenntlich. Ohne Medium sieht man nichts, wie umgekehrt das Medium selbst unsichtbar bleibt. Was im künstlerischen Prozess zur Geltung kommt, sich in und mit Kunst zeigt, sich in Widersprüchen ereignet und in Formaten medialer Paradoxa realisiert, bildet mit seiner Präsenz und in seiner Materialität die Voraussetzung der Semiose und ermöglicht ästhetische Erfahrung. Sinn geschieht im Zwischenraum des Antwortens, entfaltet sich in einer Performativität zwischen »Einsetzung«, »Aussetzung« und »Entsetzung«, im Ausgang vom Anderen her.
Denkerinnen und Denker über ihr liebstes Objekt
Die Gegenstände unserer Kindheit ist ein Experiment: Denkerinnen und Denker wagen sich an die Engführung, Durchdringung von persönlicher Erinnerung und Gegenstandsbeschreibung, von theoretischem Blick und praktischem Umgang damit. Ergänzt werden ihre Texte um Zeichnungen der Schweizer Künstlerin Rebekka Baumann.

Der Band verwebt künstlerische und geisteswissenschaftliche Forschung und regt zu einer diskursiven Vertiefung der Debatte um Gegenstände und ihre Bedeutung an. Es geht um eine Ethik und Ästhetik der Dinge, die sich im Umgang mit Gegenständen aus der Kindheit erschließt, in der sich Orientierungen in der Welt im Spiel mit Anderen und an Hand von Objekten vollziehen, Prozesse des Erlernens mit ermöglichen und Aufmerksamkeiten schaffen.
Ein Handbuch
Series:  Eikones
Eine systematische Rekonstruktion der maßgeblichen französischer Bildtheorien im 20. Jahrhundert. Erstmals werden hier die bildwissenschaftlichen Debatten um ein Handbuch erweitert, das die französischen Bildtheorien der Gegenwart in einer konzisen Gesamtdarstellung zugänglich macht Mit Artikeln zu Roland Barthes, Gaston Bachelard, Jean Baudrillard, Georges Bataille, Henri Bergson, Pierre Bourdieu, Roger Caillois, Cornelius Castoriadis, Hubert Damisch, Gilles Deleuze, Georges Didi-Huberman, Jacques Derrida, Michel Foucault, Pierre Klossowski, Sarah Kofman, Jacques Lacan, Emmanuel Levinas, Lucien Lévy-Bruhl, Claude Lévi-Strauss, Jean-François Lyotard, Henri Maldiney, André Malraux, Louis Marin, Jean-Luc Marion, Maurice Merleau-Ponty, Marie-José Mondzain, Jean-Luc Nancy, Jean-Bertrand Pontalis, Jacques Rancière, Jean-Paul Sartre, Michel Serres und Paul Virilio.