HerausgeberIn: Petra Maria Meyer
Intuition ist ein Glücksfall für Künstler, wird von kühlen Rationalisten aber abgelehnt. Doch was genau ist Intuition?
Intuition wird als plötzlich sich einstellendes, umfassendes Wissen verstanden, als eine Erkenntnisform, die auf anderen Denkprozessen basiert. Diese andere Form des Denkens, eine von der analytischen Rationalität abweichende »Vernunft«, ist angesichts der aktuellen Einsicht in die Unzulänglichkeiten rein rationaler Konzepte und mechanistischer Menschenbilder als komplementäre Erkenntniskraft von zentralem Interesse.
Als Ressource, die es zu nutzen gilt, wurde die Intuition längst entdeckt. Diese Entdeckung führt jedoch nicht nur zur Wiederkehr, sondern auch zur Verflachung des Begriffes »Intuition«, der diskursgeschichtlich eine ebenso wechselhafte wie einflussreiche Geschichte hat.
Reihe: dynamis
HerausgeberIn: Petra Maria Meyer
Die Sprache weiß, wovon sie spricht. Das zeigt sich im Kompositum »eph¯emeros«, von dem das deutsche »ephemer« abgeleitet wurde. Während das Präfix »epi« u.a. die Bedeutungen »darauf, während, bis zu« umfasst, bedeutet »hämera« nicht nur »Tag«, sondern auch »Zeit« und »Leben«.
Das Ephemere spricht existenziell die Daseinsweise des Menschen an. Ephemeroi, Menschen, sind »Eintagswesen«, »eines Schattens Traum«. Ohne das Ephemere als Kennzeichen der Moderne und Postmoderne zu vernachlässigen, unter Berücksichtigung der Wechselwirkungen mit Medienumbrüchen und Künsten, stehen Fragen nach der Zeitlichkeit als Bedingung der Möglichkeit allen Existierens, aber auch nach den Weisen der Zeitigung von Zeit, die die konkrete Lebenszeit prägen, im Zentrum.
Mit Beiträgen von: Barry Bermange, Gabriele Brandstetter, Danica Darkic, Martina Dobbe, Martin Dornberg, Hinderk M. Emmrich, Daniel Fetzner, Yael Kaduri, Annette Le Fort, Angela Melitopoulos, Petra Maria Meyer, Hannelore Paflik-Huber, Jürgen Partenheimer, Felix Schackert, Claus-Arthur Scheier, Michael Schirner, Georg Christoph Tholen, Hagen Verleger, Michael Wetzel, Martin Zenck.
in Skulptur lehren

Wie Zugang zu Künstlern fi nden, die Kunst machen, um die Kunst zu verlassen, die malen, um sich von der Malerei zu befreien, singen, um den Gesang zu vermeiden, dichten, um die gesprochene Sprache zu überwinden, Filme machen, um den Film zu erneuern, Performer oder Tänzer werden, um das Theater oder den Tanz der Repräsentation zu umgehen?

Wege des Verstehens, die sich auf eine Wiedererkennung codierter Zeichen stützen, verfehlen Arbeiten solcher Künstler. Instruktiver erscheint ein Denker, der Semiologie betreibt, um die Semiologie zu verlassen: Roland Barthes. Vor dem Horizont seines Konzeptes einer activité d’écriture, einer Sinn generierenden und zerstreuenden, performativen Schreibbewegung, wird ein Verstehen des Unverständlichen zentral, das von dem ausgeht, was dem Verstehenden, Lesenden, Betrachtenden sinnlich zustößt. Wird die Materialität der Signifi kanten zumeist nur in den Dienst von Signifi katen gestellt und die mediale Beschaffenheit von Zeichenträgern zumeist ignoriert, um durch sie hindurch auf ihre Botschaft oder Information zu blicken, so kennzeichnet eine Theorie der écriture gerade, dass sie den Fokus verkehrt. Sie richtet diesen auf den gestischen Zug der Handschrift, auf die gewählte Drucktype, auf die Beschaffenheit des Papiers, seine Weichheit und Biegsamkeit oder Härte und Widerständigkeit, auf die Rauheit der Stimme oder die Körnigkeit des photographischen Bildes. Doch diese Umwertung konnte nicht ohne diskursive Bedingungen ihrer Möglichkeit aufkommen, die hier von Friedrich Nietzsche ausgehend skizziert werden, der ebenfalls im Zentrum der Refl exionen steht. Eine Weiterführung des nietzscheanischen Perspektivenwechsels wird bezogen auf einen philosophischen Diskurs über Foucault, Derrida, Deleuze und Barthes markiert. Dabei zeigt sich, dass für zwei Medien, die Sinnsetzungen und Weltdeutungen konstitutiv prägen, neue Verständnisgrundlagen entstehen: Theater und Schrift.

in Erzeugen und Nachvollziehen von Sinn

Dreams as the medium of a different memory, of memory of the Other or as the experience of a transcending, are the centre of interest in this excursion. Recall, as a medium of the stuff of experience and thoughts experienced and thought, cannot itself be represented, so any reflection upon it can only take place via discourses on recall; likewise any contemplation of dreaming can only subsist if related to variations of dream discourse through history. Thence ‚what is known of dreams‘, dream discourses, are regular points of reference. These references only become interesting, however, where they emerge as a precipitate in the arts and their media. Analysing extant examples thus forms a major strategy of approach

The conditions pertaining to the staging of dreams in Calderón de la Barca’s La vida es suen (Life is a dream) of 1634/5 and Catharina von Georgien (1657) by Andreas Gryphius, two archetype seventeenth-century dramatic scripts, are examined with respect to the terms of discourse of that time.To highlight what is eratranscending in this subject-matter, the excursion concludes with a view onto the twentieth century in the instance of a film production from the Hollywood dream factory – Paul Verhoeven’s Total Recall (1990)

The study has a double perspective. One, through media theory, looks at the position of the drama in early post-Renaissance times and of the film in the twentieth century; the other, through analysis of discourse, takes in philosophy and the arts

in Signatur und Phantastik in den schönen Künsten und in den Kulturwissenschaften der frühen Neuzeit
in Intuition
in Intuition
in Intuition
in Intuition
in Intuition