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  • Author or Editor: Robert Bernasconi x
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In: Klopffechtereien - Missverständnisse - Widersprüche?
Levinas und Sartre als philosophische Zeitgenossen
Sartre und Levinas gehören zu den Wegbereitern der Phänomenologie in Frankreich und zu den wichtigsten Erneuerern der Philosophie im 20. Jahrhundert. Doch trotz eines gemeinsamen Ausgangspunkts haben sich ihre Wege getrennt, um in unterschiedliche philosophische Abenteuer zu münden: Eine vom politischen Engagement begleitete Ontologie der Existenz und eine von talmudischen Anstössen getragene Ethik der Alterität. Anlässlich des hundertsten Geburtstages von Levinas und Sartre beleuchtet der Band erstmals umfassend dieses spannungsreiche Verhältnis und gewinnt ihm unerforschte und unerwartete Seiten ab, weil er sich nicht mit der Gegenüberstellung einer Philosophie der Freiheit und einer Philosophie der Andersheit begnügt. Die Beiträge messen Nähe und Distanz der beiden Werke ab und zeigen, wo gemeinsame Motive oder an welchen Bruchstellen je unterschiedliche Akzentsetzungen überwiegen.
Methodische und methodologische Perspektiven auf die Kant-Forster-Kontroverse
Eine der schärfsten Debatten des späten 18. Jahrhunderts war die Auseinandersetzung zwischen Immanuel Kant und Georg Forster. Gestritten wurde über die Frage, ob Menschenrassen unterschieden werden können und wie sie zu bestimmen sind.
Das hochprekäre Thema wurde in der Folge bis in die Gegenwart hinein zum Streitobjekt der Wissenschaften. Am Ende des 18. Jahrhunderts sollte die Kontroverse sogar die Aufklärung als Ganzes in Frage stellen. Germanisten, Philosophiehistoriker und Philosophen, Wissenschaftshistoriker, Geschichts- und Politikwissenschaftler führen auf der Grundlage der Forster-Kant-Kontroverse eine methodologische Diskussion, in der die Möglichkeiten der jeweiligen disziplinären Zugänge erkennbar werden.