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In: Sich selbst aufs Spiel setzen
In: Die Vermessung des Ungeheuren
In: Zoologicon
Spiel als Technik und Medium von Subjektivierung
Neben der Autobiografie gehört das Spiel zu den bedeutendsten Techniken der Subjektivierung. Der vorliegende Band geht Formen der Verschränkung von autobiografischen und ludischen Praktiken nach.
Wirkmächtige Modi dieser Verschränkung bieten der spielerischen Selbsterkundung Raum wie Autobiografie, Blog oder interaktive Performances. Der Fokus auf spielerische Praktiken von Selbstbezüglichkeit zeigt die potenzielle Offenheit von Subjektivierungsprozessen. Doch spielerische Praktiken münden nicht in Beliebigkeit. Sie besitzen häufig einen existenziellen Ernst, gerade weil die Bewegung ins Offene geht. Das Moment des Risikos ist für sie konstitutiv. Der »heilige Ernst«, den Johan Huizinga dem Homo ludens attestiert, tangiert auch den Status des dadurch konstituierten Subjekts, das sich oft selbst zum Einsatz des autobiografischen Spiels macht – sich selbst aufs Spiel setzt.
Philosophie nach Peter Sloterdijk
Gleichsam im Schatten seiner massenmedialen Präsenz baut Peter Sloterdijk seit nunmehr einem Vierteljahrhundert an einem philosophischen Werk, das heute – weit davon entfernt, abgeschlossen zu sein – in Umrissen als komplexes Ganzes sichtbar zu werden beginnt. Der Band versammelt erstmals Essays herausragender Intellektueller aus dem deutschsprachigen und internationalen Raum, die sich von Sloterdijks philosophischer Erhellung unserer Gegenwart inspiriert zeigen und von den unterschiedlichsten disziplinären und persönlichen Blickwinkeln aus theoretische Tangenten an sein Werk anlegen. Entsprechend der Breite des Sloterdijkschen Oevres beschäftigen sich die Autoren mit philosophischen, politolo- gischen, sozio- und psychologischen sowie gegenwartsdiagnostischen Fragestellungen und nehmen dabei auf sämtliche Hauptwerke des Philosophen Bezug: von der 'Kritik der zynischen Vernunft' (1983) über die Sphären-Triologie (1998-2004) und 'Im Weltinnenraum des Kapitals' (2005) bis hin zu 'Zorn und Zeit' (2006) sowie dem 2009 erscheinenden Buch über Anthropotechnik 'Du mußt dein Leben ändern'. Essays mit strikter Referenz auf Peter Sloterdijk sind ebenso vertreten wie Texte, die aufgrund seiner Anregungen an Sachthemen weiterdenken.