in Poetica
in Poetica
in Moralistik
in Le Pont des Arts
in Selbst-Bild und Selbst-Bilder
HerausgeberInnen: Helmut Pfeiffer und Roland Galle
Die lange Zeit über ideologiekritisch geführte Debatte um die 'Aufklärung' hat einen (vorläufigen) Abschluß gefunden. Sie hat aber auch ihre Produktivität dadurch erwiesen, daß sie die im weiteren in den Vordergrund gerückten Fragen nach der Dynamik des Wissens, der Diskursidentität und dem Status der Imagination mit besonderer Brisanz hat ausstatten können. Angesichts der Ausdifferenzierung, welche die Aufklärungsforschung erreicht hat, konnte es nicht darum gehen, disziplinär abgegrenzte Forschungsfelder einfach fortzuschrei-ben. Gegenstand des Bandes ist vielmehr das unabgegoltene Potential der Aufklärung, erläutert insbesondere – aber keineswegs nur – an ihren ›großen‹ Autoren: Rousseau und Diderot. Diesem unabgegoltenen Potential wird in immer neuen Annäherungen nachgegangen.
Autoporträt und Zeit in Literatur, Kunst und Philosophie
Sich selbst zu porträtieren, in Bildern oder Worten, war über viele Jahrhunderte eine vertraute Geste. Immer wieder anders jedoch ist die Einschätzung dieses Bildes vom Selbst: als das eine ›exakt nach der Natur gemalte‹ Bild etwa, in dem sich dieses Selbst für immer unverrückbar darstellen lässt, wie Rousseau in der Präambel seiner Bekenntnisse formuliert hatte, oder als Fülle von Bildern, in denen sich, wie bei Rembrandt oder Cézanne, ein vielgestaltiges Selbst in unterschiedlichsten Rollen, Posen, Überzeugungen immer neu zu sehen und zu lesen gibt. Aus der Perspektive der Philosophie, der Kunst- und der Literaturwissenschaft spüren die Beiträge des Bandes der Frage von Zeit und Selbst im literarischen wie im bildkünstlerischen Autoporträt nach, deren wechselseitige Reflexion ein facettenreiches Spiegelkabinett und einen vielschichtigen Dialog entstehen lässt.
Explorationen und Perspektiven
Der Band bietet eine neue Perspektive auf den moralistischen Diskurs vor allem in den romanischen Ländern unter primär ästhetischen Gesichtspunkten.
Im Zentrum stehen Aspekte der Konturierung des Menschen als eines Wesens, das nur aus der Erfahrung und Beobachtung des Konkreten näher zu bestimmen ist.


Mit Beiträgen von:
Günter Bader, Rudolf Behrens, Jörg Dünne, Roland Galle, Andreas Höfele, Wolfgang Matzat, Maria Moog-Grünewald, Katharina Münchberg, Patricia Oster, Helmut Pfeiffer, Jörn Steigerwald, Karlheinz Stierle, Rainer Warning, Friedrich Wolfzettel.
Festschrift für Patricia Oster zum 60. Geburtstag
Die Pariser Brücke »Le Pont des Arts« verbindet zwei symbolträchtige Orte miteinander: Louvre und Institut de France als Sinnbilder für Kunst und Wissenschaft. Diese ›Brücke der Künste‹ wird somit zum Ausgangspunkt einer Re?exion über die Brücke im konkreten, aber auch im übertragenen Sinne, als Denk?gur für einen Brückenschlag zwischen den Künsten. Die Beiträge aus den Bereichen Romanistik, Germanistik, Slawistik, Komparatistik, Medien- und Kulturwissenschaft sowie Kunstgeschichte beleuchten Texte, Bilder und Filme, in denen sich eine Poetik der Brücke und des künstlerischen Brückenschlags veranschaulicht. Daneben nehmen französische und deutsche Gegenwartsautoren die Brücke in ihrer Lyrik sowie ihren Essais in den Blick.