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In: Handgebrauch
Geschichten von der Hand aus dem Mittelalter und der Frühen Neuzeit
Dieser Band bietet aufgrund seiner interdisziplinären Perspektive, die Ansätze der Medizin-, Kunst-, Kultur- und Liturgiegeschichte miteinander verbindet, Einsichten in die kulturelle Bedeutung der menschlichen Hand in der Vormoderne.

Autorinnen und Autoren aus unterschiedlichen Disziplinen greifen u. a. voneinander abweichende religiöse Traditionen auf und vergleichen diese in einem neuen Licht. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem Waschen der Hände (im Christentum, Judentum und Islam), der mit der Hand zusammenhängenden Materialität (Gießgefäße, Handprothesen), auf der Frage des Einsatzes der Hand in verschiedenen Kontexten (als wichtigstes Instrument des Arztes, des Künstlers, in der Masturbation), ihrer symbolischen und liturgischen Aufladung (etwa in der Hagiographie, in Geistergeschichten), auf Gesten (insbesondere Schmähgesten) und der plastischen Abbildung der Hand (mittelalterliche Handreliquiare, medizinische Handmoulagen).
Phono-graphische Verfahren der Aufschreibung
Der Band thematisiert das ›Diktat‹ als literarische Produktion mit Blick auf ihre poetologische, medien- und kulturhistorische Bedeutung. Im Fokus steht die Beobachtung phono-graphischer Diktat-Szenen und kulturtechnischer Praktiken.
Diese werden als Prozesszusammenhang untersucht, in dem die Stimme als körperliches, auktoriales Ausdrucksmedium sowie als Medium auditiver Selbstgewahrwerdung verwoben ist mit Elementen eines medialen Dispositivs, in dem sich literale und akustische Aufzeichnungstechnologien konstitutiv verschränken. Thematisiert wird das Spannungsverhältnis von diktierender Verlautbarung, medialer Speicherung und poetischer Weiterschreibung. Inwiefern bringt die Einbeziehung akustischer Aufzeichnung und Reproduktion neue Formen poetologischer Selbstreflexion sowie poetischer Produktion hervor?