HerausgeberIn: Sabrina Ebbersmeyer
Angeregt durch die Lektüre von Descartes’ Meditationen suchte Elisabeth von der Pfalz (1618-1680) 1643 den brieflichen Kontakt zu dem berühmten Philosophen. Der sich über sechs Jahre, bis zum Tod Descartes’ im Februar 1650 erstreckende Briefwechsel fesselt durch philosophische Reflexionen wie durch persönliche Betrachtungen. Unter den 59 Briefen der Korrespondenz stammen 26 aus Elisabeths und 33 aus Descartes’ Feder. Der Briefwechsel ist zum einen bedeutsam für all jene, die sich für die Philosophie Descartes’ interessieren, insbesondere für das Verständnis vom Menschen als Körper-Geist-Einheit. Zum anderen dokumentiert er die philosophischen Überlegungen einer der gelehrtesten Frauen des 17. Jahrhunderts und belegt eindrucksvoll, auf welche Weise sich gebildete Frauen der Frühen Neuzeit in den philosophischen Diskurs einbringen konnten.
Studien zur Rezeption und Transformation der Liebestheorie Platons in der Renaissance
Mensch und Natur in der Renaissance. Festschrift zum 70. Geburtstag für Eckhard Keßler
Sonne und Mensch, die laut Aristoteles den Menschen zeugen (Physica, II, 2, 194b), stehen stellvertretend für das weite Interessenspektrum, das Eckhardt Keßler als Forscher und akademischer Lehrer der Philosophie der Renaissance ebenso kompetent wie umsichtig erforscht und vermittelt. Mit den in diesem Band versammelten Beiträgen versuchen Freunde, Kollegen und Schüler Eckhardt Keßlers, seine wegweisenden Forschungen zu Humanismus, universitärer und außeruniversitärer Philosophie der Renaissance und der Frühen Neuzeit aufzugreifen und die Kenntnis der Geistesgeschichte der Epoche mit der dem Jubilar eigenen Akribie voranzutreiben.
in Sol et homo
in Sol et homo
in Sol et homo
Texte zur Moralphilosophie im italienischen Humanismus
Durch die kommentierte Wiedergabe und Übersetzung soll das moralphilosophische Denken der frühen italienischen Humanisten einem weiteren Publikum zugänglich gemacht werden, das Interesse an der Geschichte der Moralphilosophie und an den eigenen intellektuellen Wurzeln besitzt. Die ausgewählten Texte illustrieren eine der Grundverbindlichkeiten frühhumanistischer Moralphilosophie, nämlich dass die philosophische Reflexion über unser Handeln nützlich sein müsse für das eigene Leben, für unsere Familie und für die politische Gemeinschaft. Durch die Aufwertung des Nützlichen zum grundlegenden Bestimmungsgrund menschlichen Handelns haben die Humanisten eine Wende des Denkens vollzogen, deren Auswirkungen in den folgenden Jahrhunderten – bis zur Weiterentwicklung im Utilitarismus – in allen Bereichen des Denkens spürbar sind.