in Transaktualität
Zur Chronographie Paul Celans
Zanettis Studie untersucht erstmals das Verhältnis von Schrift/Schreiben, Gedicht und Zeit in Paul Celans Projekt 'Dichtung', dessen Konturen sich als Konzept und Schreibpraxis manifestiert haben. Paul Celan orientierte sein Schreiben von Gedichten an einem Anspruch. Seine Gedichte sollten durch die Zeit hindurchgreifen: 'durch sie hindurch, nicht über sie hinweg', wie er in der Bremer Rede von 1958 präzisierte. Dabei war dieses Vorhaben nicht nur leitend für Celans Arbeit an seinen Gedichten sowie für die entsprechenden Kommentare. Es bestimmte auch die Gedichte selbst mit: ihre Thematik, ihre Zeitform, ihre Ansprachestruktur. Von den frühesten bis zu den spätesten Gedichten bleibt dieses Vorhaben erkennbar und leitend für Celans Weiterarbeit an dem Projekt, das er 'Dichtung' nannte.
in Sprache und Literatur
in Anfangen zu schreiben
in Anfangen zu schreiben
in "Schreiben heißt: sich selber lesen"
in Portable Media
Spätwerke und ihre Poetik
Spätwerke sind nicht gleich- zusetzen mit Alterswerken. Sie allein über ihre Entstehung am Ende einer Epoche zu definieren, griffe aber ebenfalls zu kurz. Doch was kann an einem Werk denn 'spät' sein?
Sandro Zanetti findet eine Antwort auf diese Frage, indem er sich auf diejenigen Zeitbezüge konzentriert, die in einem literarischen Werk selbst markiert sein können.
Spätzeitlichkeit ist dann nicht mehr einfach eine Kategorie, die von außen - über die Biographie oder die Epoche - an ein Werk herangetragen wird, sondern eine Qualität, die in der Struktur einer literarischen Arbeit selbst zum Tragen kommen kann.
in Just not in time
in Avantgardismus der Greise?