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  • Author or Editor: Schamma Schahadat x
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In: Diebstahl!
Lebenskunst in Russland vom 16. bis zum 20. Jahrhundert
'Die Kunst ist die Kunst zu leben' - so bestimmte 1908 das symbolistische enfant terrible Andrej Belyj das Wesen der Kunst und brachte damit eine Poetik des Verhaltens auf den Punkt. In Russland beginnt diese Kunst zu leben mit der Lachfolter Ivans des Schrecklichen, theoretisch ausformuliert wird sie dann in der Romantik und im Symbolismus. Das Buch untersucht jene Genres, die weder ganz Text noch ganz Körper sind: Lebenskunst: Lachgemeinschaften, die sich mithilfe inszenierter Gruppenver-anstaltungen und semiprivater Texte als kontradiktorische oder alternative Welt zur offiziellen Welt konstituieren; Lügenwelten, die aufgrund der Macht des Wortes ex nihilo entstehen; die literarische Mystifikation, bei der zwischen Autor und Text eine zusätzliche Autorebene eingeschoben wird; den Schlüsselroman, der Fakten und Fiktionen mischt und dabei das Ziel verfolgt, das eigene Leben zu finden oder zu erfinden. Dabei wird, anschließend an die Moskauer Kultursemiotik und die angloamerikanische poetics of culture, eine Theorie der Lebenskunst entwickelt.
In: Laboratorien der Moderne
In: Gut und schön?
„Weltliteratur in der longue durée“ ist eine Zusammenschau weltliterarischer Fallstudien aus den letzten zehn Jahren.
Einerseits greifen sie bestehende Diskussionen auf, andererseits denken sie darüber nach, wie Theorien zur Weltliteratur in Zeiten von Migration und Globalisierung aussehen könnten. Welche Rolle spielen Mobilität, Übersetzungen und die doppelte Zugehörigkeit von Texten zu einer lokalen wie auch weltliterarischen Tradition? Wie lässt sich Weltliteratur außerhalb des Kanons denken? Ausgehend von diesen Fragen rücken Aspekte wie Mündlichkeit, Eurozentrismus, Institutionalisierung, Kanon und Wertung in den Blick. Dabei liegt die Besonderheit des Bandes nicht nur in der zeitlichen Verlängerung eines Konzepts von Weltliteratur, der „longue durée“, sondern auch in dem interdisziplinären Zugang aus Perspektive der Literatur- und Medienwissenschaften, der Ethnologie und der Folkloristik.
Schriften zur Photographie
Series:  Photogramme
»Das Objektiv des Photoapparats ist die Pupille des gebildeten Menschen in der sozialistischen Gesellschaft.«
So pointiert formuliert Alexander Rodtschenko das Programm einer modernen Photographie. Gleichwohl war sein eigenes photographisches Werk in der Sowjetunion zwar überaus erfolgreich und wirkmächtig, aber keineswegs unumstritten und führte nicht zuletzt zu einer vehement geführten Debatte über die Aufgabe der Photographie in einer neuen Gesellschaft. Alexander Rodtschenko ist nicht nur einer der wichtigsten Photographen der Avantgarden und des »Neuen Sehens«, sondern auch Autor zahlreicher Schriften, die überaus anschaulich neue Wege der modernen Photographie auszuloten versuchen. Viele der Texte erscheinen hier erstmals in deutscher Übersetzung. Sämtliche Texte sind mit einem detaillierten Kommentar versehen und mit Aufnahmen aus den Originalpublikationen illustriert. Der Band bietet damit ein kompaktes wie anschauliches Kompendium, das für das Verständnis der Avantgardephotographie, aber auch der Kunst in der Frühzeit der Sowjetunion unerlässlich ist.
In: Gut und schön?
In: Gut und schön?
In: Gut und schön?
Zur Kulturgeschichte eines Gründungsmythos
Im zwanzigsten Jahrhundert wurde kaum ein kulturwissenschaftliches Thema weitreichender untersucht als die Gabe. Dieser Band versucht in interdisziplinärer Perspektive, sich dem Gegenteil der Gabe zuzuwenden: dem Diebstahl.
Zu allen Zeiten waren Diebe nicht nur eine Bedrohung für das Eigentum von Menschen, Staaten und Göttern, sondern sie tauchen auch immer wieder als Kulturgründer und als schelmische Rebellen auf. Um den Diebstahl zu verstehen, müssen unterschiedliche Disziplinen gehört werden. Die Beiträge aus diesem Band sind daher sowohl international wie auch interdisziplinär vielfältig angelegt.