In: Figur und Figuration
In: Movens Bild. Zwischen Evidenz und Affekt
Rhetorik - Bewegung - Gestalt
Die Beiträge dieses Buches fragen – auf der Basis der grundlegenden Studie 'Figura' von Erich Auerbach – nach der Aktualität und Reichweite des Topos 'Figur' im Feld von Philosophie, Literatur und Theater. Dabei liegt der Akzent insbesondere auf dem performativen Potential von Figuren und Figurationen, in der Perspektive auf ihre transformatorischen, inversiven und konfigurativen Eigenschaften: transportiert doch der Begriff der Figur schon seit der Antike nicht nur die Vorstellung von einer (plastischen) Gestalt, sondern auch seine eigene Plastizität – jene bewegliche Dimension, die 'Figur' selbst als Szene der Verwandlung erscheinen läßt. Vertraute Verwendungsweisen und Semantiken von Figur, die sich zumeist auf ihre einheitsstiftende Funktion in Bild, Text und Theater beziehen, werden hier im Hinblick auf die impliziten Prozesse der Auflösung und Überschreitung, der De- und Refiguration betrachtet.
Kunstformen der Theorie
Series:  Merz Akademie
Der Band widmet sich devianten Formen der Wissensproduktion und versammelt Positionen künstlerischer Forschung. Er zielt auf eine Epistemologie der Kunst und fragt nach den ästhetischen Bedingungen des Wissens.
Künstlerische Forschung meint nicht Umsetzung oder Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnis. Es handelt sich um ein eigenständiges, durch ästhetische Strategien und künstlerische Darstellungsformen hervorgebrachtes Wissen, das anders als die Wissenschaften verfährt, sich anders vermittelt, andere Evidenzen produziert. Die Beiträger sondieren Verfahren und Medien künstlerischer Forschung, befragen das Verhältnis von anschaulicher und begrifflicher Erkenntnis und legen Bezüge zum unbewussten Wissen frei. Zudem werden die ästhetischen Voraussetzungen von Theoriebildung reflektiert, mithin die Überschneidungen von Kunst und Philosophie berührt.