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Author: Simon Spiegel

Sucht man nach einem filmischen Gegenstück für literarische Utopien im Stile von Thomas Morus’ Utopia (1516) bieten sich nichtfiktionale Filme an, die eine bessere Zukunft präsentieren. In vielen dieser Filme sind wunderbare Elemente zu finden, die man eher im Kontext der Science Fiction erwarten würde. Wie die Analyse der Low- Budget-Produktion ZEITGEIST: ADDENDUM (USA 2008) zeigt, bedienen sich die Filme dabei einer paradoxen Strategie: Sie zeigen – unter anderem mittels Computeranimationen – Dinge, die es (noch?) nicht gibt, und unterlaufen damit die für den Dokumentarfilm konstitutive potenzielle Überprüfbarkeit. Zugleich suggerieren diese Darstellungen des ›technisch Wunderbaren‹, dass das entworfene Bild einer besseren Zukunft Hand und Fuß hat.

In: Das Wunderbare
Dimensionen eines Phänomens in Kunst und Kultur
Das „Wunderbare“ in seiner Komplexität und Vielfältigkeit sowie seinen fachwissenschaftlich kontrovers diskutierten Varianten ist der zentrale Untersuchungsgegenstand dieses ersten interdisziplinär angelegten Sammelbandes zu Dimensionen des Wunderbaren in Kunst und Kultur.
Vom biblischen Wunderglauben über bizarre Bildwelten Hieronymus Boschs bis hin zu fiktional imaginierten Science-Fiction-Szenarios: Das „Wunderbare“ wird in diesem Band als ästhetisch-künstlerisches Phänomen in Literatur, Theater, Film und bildender Kunst untersucht und als „gesamtkulturelles“ Phänomen unter religions-, sprach- und geschichtswissenschaftlichen sowie soziologischen und (para-)psychologischen Perspektiven betrachtet.