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Series:  Bild und Text
Author: Edward S. Casey
Translator: Simone Neuber
Welche Rolle spielen Landschaftsbilder und Landkarten für die Wahrnehmung von Raum und Ort? Wie wird letztlich auch unser eigener Ort im Raum von ihnen erfasst und verfasst? Diesen Fragen geht Edward S. Caseys ehrgeizige Studie nach, um die Welt und ihre Orte durch ihre verschiedensten Portraits zu erfahren und zu durchleuchten. Ortsbeschreibungen – Landschaftsmalerei und Kartographie ist eine Etappe auf Caseys einflussreichem epischen Projekt, gängige Raumkonzepte zu reinterpretieren. Das Buch umfasst räumlich wie geschichtlich ein weites Feld und betrachtet die Landschaftsmalerei der Nördlichen Sung, die Amerikanische und Englische Landschaftskunst des neunzeuhnten Jahrhundert und die aufkommende Photographie mit gleicher Intensität; es analysiert prähistorische Petroglyphen, mittelalterliche Portolankarten und schließlich auch Kartierungstechniken im frühmodernen Holland. Auf dem Weg dieses kulturell und geschichtlich differenzierten Vorgehens, beginnt sich allmählich eine ganz eigene Repräsentationstheorie zu entwickeln. Caseys Vorschlag geht dahin, Darstellungen von Ort in visuellen Medien nicht nach Ähnlichkeitsmaßstäben zu beurteilen, sondern sie viel eher an eine Erde und eine Welt zurückzubinden, die sich beide nicht auf einen blossen Bewusstseinsinhalt oder Sprachausdruck reduzieren lassen. An Stelle Letzterer tritt der Appell an die aktive Einkörperung und Verortung des Menschen.
Perspektiven eines Phänomens zwischen Natur und Kultur
Was geschieht, wenn Menschen ins Staunen geraten? Der vorliegende Band verortet diese Frage im Spannungsfeld von Natur und Kultur und greift hierzu auf Impulse aus Philosophie, Kunst, Musik, Literatur, Technik und Naturwissenschaften zurück. Ausgehend von unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen nähern sich die hier versammelten Autoren dem Staunen systematisch an. Die verschiedenen fachlichen Perspektiven verbindet dabei das Anliegen zu untersuchen, wie sich das Staunen im konkreten Einzelfall in das Verhältnis von Natur und Kultur einschreibt. Dabei zeigt sich, dass das Staunen weit mehr als nur ein momentbezogener Affekt jenseits des menschlichen Verstandes ist.
Funktionen des Bildbegriffs in der Philosophiegeschichte von Platon bis Nancy
Eine Philosophiegeschichte des Bildbegriffs. Die Relevanz des Bildes für das Denken ist vermeintlich erschöpfend diskutiert, was nicht zuletzt durch die umfassende Literatur zu Ästhetik, bildlichen Vorstellungen, mental images und der Rationalität der Metapher bekräftigt wird. Fast vergessen wurde dabei die Rolle, welche der Begriff des Bildes selbst im Denken des Abendlandes spielt und gespielt hat. Der bislang ausstehenden historischsystematischen Aufarbeitung will dieser Band nun endlich nachkommen, um nicht nur die Stellung des Bildes als einer zentralen Denkfigur zu exponieren, sondern dadurch auch den Bildbegriff selbst zu erhellen.