Jasper Johns nach Willem de Kooning
Jasper Johns zwischen 1955 und 58, zwischen Modernismus und Neo-Avantgarde: die irreduzible Zweideutigkeit einer kunsthistorischen Schwellensituation ist Ausgangspunkt einer neuen Deutung der Malerei des amerikanischen Künstlers. Jasper Johns gilt als 'Kritiker' und Überwinder des Abstrakten Expressionismus, Willem de Kooning als einer seiner wichtigsten Vertreter. Die intellektuelle Zugangsweise zur Malerei, die der erste im Vorfeld von Minimalismus und Konzeptkunst eröffnet hat, steht der emotionalen des zweiten entgegen. Der eine verglich sein Gemälde gerne mit Dingen, der andere mit lebendigen Gesichtern. Stefan Neuner schlägt aus der Konstellation der beiden Genies der neueren amerikanischen Kunst völlig neue kunstwissenschaftliche Funken.
Peripatetisches Sehen in den Bildkulturen der Vormoderne
Reihe: Eikones
HerausgeberInnen: Stefan Neuner und David Ganz
Einem wirkmächtigen Argument zufolge hat sich in der westlichen Tradition mit der perspektivischen Repräsentation im 15. Jahrhundert ein normativer Bildbegriff etabliert, der dem Betrachter einen fixen Standpunkt zuweist und die Bildbetrachtung aus rituellen Zusammenhängen herauslöst.
Eine (kinästhetische) Mobilität der Wahrnehmung bestimmte die vormodernen Bildkulturen: Bilder beziehen sich an ihren Aufstellungsorten auf Raumbewegungen; ihr innerer Aufbau zieht eine wandernde Schaubewegung auf sich; ihre Handhabe versetzt sie – wie Flügelaltäre – selbst in Bewegung. Die Beiträge verfolgen das peripatetische Sehen in wechselnden Gattungen und historischen Situationen. Mit Beiträgen von: Hans Aurenhammer, Michele Bacci, Steffen Bogen, Jörg Dünne, Iain Fenlon, David Ganz, Jacqueline Jung, Roland Krischel, Iris Laner, Jasmin Mersmann, Stefan Neuner, Sophie Schweinfurth.
in Mobile Eyes
in Mobile Eyes
in Mobile Eyes
Studien zur Konvergenz von Politik und Ästhetik in Kunst, Literatur und Theorie
Reihe: Eikones
HerausgeberInnen: Beate Fricke, Stefan Neuner und Markus Klammer
Das Buch weist in exemplarischen Fallstudien von der Antike bis zur Gegenwart die zentrale Rolle von Bildern für Prozesse der Vergemeinschaftung auf.
Gegen Ende des 20. Jahrhunderts setzt in der akademischen Diskussion eine verstärkte Rückwendung zum Konzept der Gemeinschaft ein.
Diese ist als Reaktionsbildung auf die zentrifugalen Dynamiken einer weltweit operierenden kapitalistischen Ökonomie zu verstehen, der sich keine entsprechende politische Repräsentation zur Seite stellt. Unter Absetzung von romantischen, idealistischen und nationalen Verständnisweisen hat der Begriff der Gemeinschaft vor allem im anglo-sächsischen und französischen Raum eine pluralistische Neubestimmung erfahren.
in Bilder und Gemeinschaften
in Bilder und Gemeinschaften
in Bilder und Gemeinschaften
Figuren des Details in Kunst und Literatur
Das Detail kann Nebensache und Überschuss, aber auch Fremd-körper, Schlüssel oder Signatur sein. Doch ehe es den Zugang zum Ku-nstwerk zu eröffnen oder zu stören vermag, muss es selbst auffällig werden und in die Betrachtung Eingang finden. Die in dem Band versammelten kunst- und literaturwissen-schaftlichen Beiträge bewegen sich daher aus verschiedenen Richtungen auf jene Schwelle zu, an der Haupt- und Nebensache, Sichtbares und Übersehenes, Bedeutsames und Be-deutungsloses einander nahe kommen, wo diese Verhältnis-bestimmungen aber auch ins Wanken geraten und sich verkehren können.