in Topologien der Bilder
in Imagination und Repräsentation
in Topologien der Bilder
in Topologien der Bilder
in Topologien der Bilder
Was leisten Bilder? Was versprechen sie? Was zeigen und verbergen sie? Welche Handlungs- oder Wissensformen erfordern und ermöglichen sie? Bilder besitzen einen doppelten Ortsbezug: Sie besetzen Orte und benötigen diese, um sichtbar zu werden; zugleich entwerfen Bilder andere Räume jenseits ihrer lokalen Verortung. Einen Orientierungspunkt auf dem Weg durch die Topologien der Bilder bietet dabei der Körper als genuiner Ort der Bilderfahrung und Bildproduktion.
Fallstudien zum melancholischen Grund des Schöpferischen in Asien und Europa
»Warum erweisen sich alle außergewöhnlichen Männer in Philosophie oder Politik oder Dichtung oder in den Künsten als Melancholiker?«
Diese einleitende Frage der pseudoaristotelischen Problemata Physica XXX, 1 enthält die Behauptung, die seit mehr als zwei Jahrtausenden in der abendländischen Tradition wiederholt wird und deren vermeintlich kontinuierliche Wirkmacht als bestens erforscht gilt. Aus morphomatischer Sicht führt eine Genealogie des Denkbilds vom melancholischen Grund des Schöpferischen jedoch zu bisher kaum beantworteten Fragen. Dazu gehören u.a.: Warum verblasste diese so eindrücklich gestaltete Vorstellung von der Schöpferkraft der Melancholie sofort wieder? Was bewirkte ihre triumphale Wiederkehr in der Renaissance? Im Abendland wird die Melancholie seit der Renaissance als Genieausweis gehandelt – wie jedoch sieht es in anderen Kulturtraditionen aus?
Zwei Bildsphären der Frühen Neuzeit
Reihe: Kulturtechnik
In der Frühen Neuzeit wurde Imagination als eine gestaltende Energie betrachtet, als eine kreative Potenz des Geistes, die in unendlichen Spielräumen Ideen und Bilder entwarf und verwarf. Der geistige Entwurf, den die Imagination in Vorstellungsbilder verwandelte, fand seine Realisierung in neuartigen, differenzierten Repräsentationsformen. Die Auswirkungen der Imagination auf Bild gebende Instrumente führten zu einem Komplexitätszuwachs von Bilderfindungen, -techniken und -medien. In den Beiträgen wird geschildert, wie sich in (natur)philosophischen Diskursen Welterkenntnis als Bilderkenntnis entfaltete. Es wird untersucht, wie Konzepte der Imagination mit den neuen Bildtechniken und Repräsentationsformen eine feste Verbindung eingingen und so die Bildwirkungen intensivierten. Die Beiträge befassen sich ferner mit der Transformation von komplizierten Denk- und phantastischen Sprachbildern in neue und alte Medien der Kunst.
Reihe: Eikones
Bildkritik befasst sich üblicherweise mit Bildern, die aufbewahrt und gehütet, archiviert und dokumentiert werden. Was aber ist mit Bildern, denen kein dauerhafter Wert zugebilligt wird?
Einwegbilder generieren ihren Wert in der kurzen Dauer, in der sie ihre Funktion erfüllen. Ihnen scheinen eindeutige und ausschließliche Rezeptions- und Gebrauchsweisen eingeschrieben zu sein. Eintrittskarten werden entwertet, Briefmarken abgestempelt, Plakate überklebt, Bauanleitungen und Gebrauchsanweisungen, nachdem sie ihren Zweck erfüllt haben, ebenso oft weggeworfen wie Bildkalender, Warenkataloge, Tageszeitungen und Modezeitschriften. Manche Arten von Bildern werden in rituellen Handlungen zerstört, wodurch sie einen Teil ihrer Magie gewinnen. Bei den meisten Einwegbildern, so die These, ergibt sich ihre ikonische Kraft erst durch das Verschwinden. Je erfolgreicher Einwegbilder sind, desto weniger lässt sich eigentlich über sie berichten. Mit dem vorliegenden Band werden die unterschiedlichen Verwendungs- und Existenzformen dieser Bilder untersucht.