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  • Author or Editor: Temilo van Zantwijk x
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In: Heidegger über Rhetorik
In: Physik um 1800 - Kunst, Wissenschaft oder Philosophie?
In: Präsenz und Text
In: Ereignis Weimar-Jena
In der Phase um 1800 greifen eine Vielfalt von Personen, Denkströmungen und Denkstile direkt ineinander, in denen wesentliche Momente dessen, was für uns heute Natur, Wissenschaft und Wissen bedeuten, angelegt sind. Dabei ist in dem Nebeneinander der Ansätze, in denen sich Ästhetik, Wissenschaft und Philosophie mischen, die Idee leitend, ein Ganzes erfahrbar zu machen. Das Forschungszentrum Laboratorium Aufklärung, Jena, und der Landesforschungsschwerpunkt Aufklärung - Religion - Wissen, Halle-Wittenberg, untersuchen die Grundlagen der im langen 18. Jahrhundert angelegten Moderne und setzen diese kritisch zu den gegenwärtigen Entwicklungen in Staat, Gesellschaft, Religion, Wissenschaft und Künsten in Beziehung. Bedeutsam ist dieses Vorgehen nun nicht als Gegenbild einer disziplinär organisierten Wissenschaftskultur und des für uns heute charakteristischen Nebeneinanders von Kultur und Wissen, sondern als Keimzelle unserer heutigen Vorstellungen von Wissenschaften und Wissen. Die in Jena um 1800 verhandelten Konzepte stehen am Beginn der Konsolidierung der uns heute in den Wissenschaften bestimmenden Vorstellungen und Strukturen. Im vorliegenden Band wird dieses Nebeneinander verschiedener Vorstellungen neu in den Blick genommen. Aus Perspektive von Ästhetik, Wissenschaftsgeschichte und Philosophie wird die Situation der Physik um 1800 im Gefüge von Kunst, Wissenschaft und Philosophie thematisiert. Dargestellt wird das Experiment der Kultur um 1800, das mit seiner Offenheit dann für unsere Moderne zum Ereignis wurde.
Der Band beantwortet die Fragen, welche Interessen Heidegger an der Rhetorik gehabt hat und wie stark dieses Interesse die 'Wiederkehr der Rhetorik' in der Philosophie befördert hat. In Heideggers Œuvre findet sich zwar keine Publikation mit dem Titel 'Über Rhetorik'; gleichwohl hat er sich einmal mit Rhetorik sehr intensiv beschäftigt, und zwar mit ihrer Aristotelischen Gestalt. Während diese Auseinandersetzung für sein Denken von nur geringem Gewicht gewesen sein dürfte, ist der Einfluss der Rhetorik auf die kategoriale Ausstattung der Existenzialanalyse in 'Sein und Zeit' unstrittig. Ebenso unstrittig ist der Modellcharakter der Rhetorik für die Verfallsgefährdung eines uneigentlichen Daseins, aus dem zu befreien die Philosophie als ihre originäre Aufgabe ansah, sei es mithilfe philosophisch gereinigter Grundbegriffe, sei es mithilfe eines politphilosophischen Projekts, das in höchst riskanter Weise den Ausbruch aus der Platonischen Höhle mit dem NS-Aufbruch in Beziehung zu bringen wagte.
Strategien des Transfers in Literatur und Philosophie
Der Begriff der Präsenz ist ebenso aktuell wie facettenreich. Seine Dimensionen der Gegenwärtigkeit, Anwesenheit und Unmittelbarkeit betreffen die Literatur ebenso wie die Philosophie. Die Frage der Vermittlung von Präsenz-Erleben stellt für beide eine Herausforderung dar. Während die gegenwärtige Philosophie des Geistes nach der sprachlichen Erfassung phänomenalen Bewusstseins fragt, sucht die Literaturwissenschaft nach textuellen Verfahren der Vermittlung von Präsenz. Der vorliegende Band reflektiert und problematisiert die Möglichkeit unterschiedlicher Darstellungsformen von Präsenz-Erleben aus philosophischer und literaturwissenschaftlicher Perspektive. Dabei bilden insbesondere Bewusstseinsdarstellungen angesichts des Todes in Lev Tolstojs Der Tod des Ivan Il’ic und Fedor Dostoevskijs Die Sanfte den gemeinsamen Hintergrund.
Kultur um 1800
Der Band dokumentiert die Arbeit eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft über 12 Jahre geförderten Großunternehmens, das sich dem zentralen Ereignis der Deutschen Kultur, der Periode um 1800 in Weimar/Jena widmete.
Unter dem Begriff "Ereignis" erfassen die Beiträge dieses Buchs einen zeitlich und räumlich lokalisierbaren Wirk- und Handlungsraum. Hier kulminierte die Aufklärung, weil bestehendes Gedankengut neu gedacht und experimentell in die soziale und wissenschaftliche Praxis überführt wurde. Jena, die »Stapelstadt des Wissens« machte dabei aus Wissen Kapital.