Geschichte, Theorie und Fallstudien
In der Krisenlage der gegenwärtigen Welt trägt die kontrastive Kulturkomparatistik dazu bei, die inter- und multikulturelle Kommunikation in Gang zu setzen und statt des manchmal brutalen „Kampf[s] der Kulturen“ gemeinsam auf den Erfolg des inter- und multikulturellen Austauschs hinzuarbeiten. In der vorliegenden Arbeit wird die Möglichkeit eines Paradigmenwechsels der japanischen Germanistik durch eine wissenschaftsgeschichtliche Darstellung und durch wissenschaftstheoretische Reflexionen eröffnet und die Durchführbarkeit der Konzeption der kontrastiven Kulturkomparatistik für eine japanische Germanistik anhand konkreter Fallstudien demonstriert.
in Schriftlichkeit und Bildlichkeit
in Japanisch-deutsche Diskurse zu deutschen Wissenschafts- und Kulturphänomenen
in Interkulturelle Schauplätze in der Großstadt
Mit dem vorliegenden Band wird die Reihe »Contraste« eröffnet. Es werden Kulturphänomene im japanischen und im deutschen Sprachraum einander gegenübergestellt, um die interkulturelle Kommunikation zur Pflege multikultureller Vielfalt in einer globalisierten Welt zu stärken.
Die Reihe »Contraste« lädt zum kontrastiven Vergleich von deutschen und japanischen Kulturphänomenen und mithin zur kritischen Reflexion ihres jeweils eigenen kulturellen Selbstverständnisses ein, einer Reflexion, die zu einer Selbstveränderung führen könnte. Dabei werden mithilfe multiperspektivischer Kontrastierungen von beiden Kulturphänomenen Anhaltspunkte für ein neues, differenzierteres Japan-Verständnis gegeben.
in Japanisch-deutsche Diskurse zu deutschen Wissenschafts- und Kulturphänomenen
in Japanisch-deutsche Diskurse zu deutschen Wissenschafts- und Kulturphänomenen
in Japanisch-deutsche Diskurse zu deutschen Wissenschafts- und Kulturphänomenen
in Japanisch-deutsche Diskurse zu deutschen Wissenschafts- und Kulturphänomenen
Visuelle Kulturen in Europa und Japan
Im Verhältnis zwischen westlicher und japanischer bzw. ostasiatischer Medienkultur gibt es sowohl prinzipielle Probleme der Übersetzung und Übersetzbarkeit von Kulturen als auch besondere Aspekte in der Beziehung von Schrift und Bild. Gerade letztere ist für den Vergleich der europäischen und sino-japanischen Kultur besonders spannend. Text-Bild-Vergleiche zwischen Europa und Japan sind generell dadurch charakterisiert, dass in Europa die Abgrenzung von Text und Bild stärker betont wird als in Japan. Fließende Übergänge kennzeichnen eine zentrale Rolle der japanischen Kultur. Die japanische Schrift hat einen höheren Grad an Visualtität und Ikonozität. In der Gegenüberstellung der Lessingschen Unterscheidung von Poesie und Malerei einerseits und dem ideographischen Schriftsystem in der sino-japanischen Kultur andererseits lässt sich das besonders gut verdeutlichen.