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  • Author or Editor: Theresa Georgen x
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In: Kunst und Wissenschaft
In: acoustic turn
In: Paradoxalität des Medialen
In: Intuition
Mit der Figur der »Paradoxalität des Medialen« ist dieser Band dem Denken Dieter Merschs gewidmet. Der »Entzug des Medialen« kann als grundlegendes Motiv einer »negativen Medientheorie« genannt werden: Medien vermitteln Wahrnehmen, Denken und Handeln in ihrer Kulturalität, bleiben in ihrer Funktion jedoch selbst unkenntlich. Ohne Medium sieht man nichts, wie umgekehrt das Medium selbst unsichtbar bleibt. Was im künstlerischen Prozess zur Geltung kommt, sich in und mit Kunst zeigt, sich in Widersprüchen ereignet und in Formaten medialer Paradoxa realisiert, bildet mit seiner Präsenz und in seiner Materialität die Voraussetzung der Semiose und ermöglicht ästhetische Erfahrung. Sinn geschieht im Zwischenraum des Antwortens, entfaltet sich in einer Performativität zwischen »Einsetzung«, »Aussetzung« und »Entsetzung«, im Ausgang vom Anderen her.
Intuition ist ein Glücksfall für Künstler, wird von kühlen Rationalisten aber abgelehnt. Doch was genau ist Intuition?
Intuition wird als plötzlich sich einstellendes, umfassendes Wissen verstanden, als eine Erkenntnisform, die auf anderen Denkprozessen basiert. Diese andere Form des Denkens, eine von der analytischen Rationalität abweichende »Vernunft«, ist angesichts der aktuellen Einsicht in die Unzulänglichkeiten rein rationaler Konzepte und mechanistischer Menschenbilder als komplementäre Erkenntniskraft von zentralem Interesse.
Als Ressource, die es zu nutzen gilt, wurde die Intuition längst entdeckt. Diese Entdeckung führt jedoch nicht nur zur Wiederkehr, sondern auch zur Verflachung des Begriffes »Intuition«, der diskursgeschichtlich eine ebenso wechselhafte wie einflussreiche Geschichte hat.