Jenseits der Repräsentation
HerausgeberIn: Thierry Greub
Noch immer wird das Phänomen „Porträt“ im kunsthistorischen Diskurs zumeist unter Begrifflichkeiten wie Identität, Individualität, Repräsentation oder Ähnlichkeit diskutiert.
Zeitgenössische amimetische, konzeptuelle und performative Porträtformen werden mit solchen Konzepten jedoch nicht mehr vollständig eingeholt. Dieser Band befragt deshalb einerseits kritisch diese traditionellen, mimetischen Begriffe anhand von Fallstudien. Andererseits werden ihnen dynamische und offene Konzepte (teils aus Nachbardisziplinen) wie „masking“, Spur, „trait“, Berührung, Defazialisierung oder Dividualität an die Seite gestellt, um den kunsthistorischen Porträt-Begriff in einem fachübergreifenden Diskurs aufzufächern, der auch die Digitalisierung umfasst.
Bild, Text, Paratext
HerausgeberIn: Thierry Greub
Die Bildwerke des US-amerikanischen Künstlers Cy Twombly (1928–2011) gelten noch heute als schwer zugänglich. Bleistiftgekritzel, Farbballungen, taumelnde Linien, einander überlagernde Farbschichten, geometrische Figuren, Zahlenreihen und anderes mehr stellen vor ganz besondere Herausforderungen.
Getreu seiner interdisziplinär-transkulturellen Forschungsmethode lud das Internationale Kölner Kolleg Morphomata 2012 neben Kunsthistorikern namhafte Fachleute aus den Bereichen Ägyptologie, Archäologie, Germanistik, Gräzistik, Anglistik und Japanologie, d.h. all jenen Fachgebieten, die eine Inspirationsquelle für das Œuvre Cy Twomblys darstellten, zu einem Kongress ein. Durch umfassende Deutungen berühmter Einzelwerke und Werkgruppen in sämtlichen von Twombly angewandten künstlerischen Medien erschließt der Band einen Zugang zur assoziativ-referentiellen Bildsprache Cy Twomblys.
Image, Text, Paratext
HerausgeberIn: Thierry Greub
The artworks of the US artist Cy Twombly (1928–2011) are considered to be hermetic and inaccessible. Pencil scribblings, explosions of paint, tumbling lines, overlapping layers of color, and inscriptions, geometrical figures, numerals, rows of numbers, words, fragments of quotations, and enigmatic work-titles present very special challenges to both researchers and viewers.
While art historians together with scholars of Egyptology, Archaeology, German, Greek, English, Japanese, and the Romance languages inquire into the relation between title, work, and inscribed quotations, leading representatives of research on Twombly focus on the visual language and scriptural-imagistic quality of Cy Twombly’s work. Through comprehensive interpretations of famous single works and groups in all the artistic media employed by Twombly, the volume’s cross-disciplinary view opens up a route into the associative-referential visual language of Cy Twombly.

Texte zu Cy Twombly
AutorIn: Thierry Greub
Die Kunst Cy Twomblys gilt noch immer als hermetisch und schwer zugänglich. Greub analysiert Twomblys Bildsprache und lotet die Möglichkeiten ihrer Interpretierbarkeit aus. Grundlage bildet die Vorstellung, dass die Werke des Künstlers zwar nicht ›zähmbar‹ sind, dafür aber sehr wohl beschrieben und gedeutet werden können.
Die Thematisierung von Twomblys technischen ›Grundparametern‹ (Linie bzw. Geste, Chiffren und Einschreibungen) schafft eine Grundlage zum Verständnis seiner Werke. In der Beschreibung der von Twombly empfohlenen Rezeptionsweise seiner Arbeiten oder seiner sich der fernöstlichen Ästhetik angleichenden Malweise im ›Spätwerk‹ werden zudem neue Aspekte zu Cy Twomblys Arbeiten eröffnet. Der Band macht dessen Bildsprache als spezifische, nur seinen Bildern eigene »primordial freshness« verständlich.
in Das ungezähmte Bild
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