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Sozialphilosophische Modelle zwischen Ethischem und Politischem
Author: Thomas Bedorf
Die Beziehung zwischen Ich und Anderem läßt sich als eine dyadische ethische Relation beschreiben. Zum Problem wird eine solche Konzeption mit dem Hinzutreten eines Dritten, der die symbolische und politische Ordnung repräsentiert. Doch der Dritte ist weder Richter noch Vermittler, sondern eine eigenständige sozialphilosophische Figur. Ausgehend von der asymmetrischen Intersubjektivität Emmanuel Levinas' bringt die Studie triadische Modelle zur Sprache, die sich sozialphilosophisch fruchtbar machen lassen. In diesem Sinne werden die Gruppensoziologie Georg Simmels, das ödipale Dreieck bei Sigmund Freud, die symbolische Triade bei Jacques Lacan und der vermittelnde Dritte in Jean-Paul Sartres Phänomenologie und Geschichtsphilosophie herangezogen. Die Rekonstruktion soziologischer, psychoanalytischer und phänomenologischer Modelle des Dritten mündet in die Skizze einer Theorie des Dritten.
In: Theorien des Dritten
In: Michel Serres
In: Gesichter der Gewalt
Eine Untersuchung zur präreflexiven Bewusstseinsstruktur im Ausgang von Edmund Husserl, Jean-Paul Sartre, Michel Henry und Jean-Luc Marion
Author: Ulrich Dopatka
Editor: Thomas Bedorf
Der transzendentalen Subjektivität als sinngebender Instanz liegt in der Husserlschen Phänomenologie ein fundamentaler, der Reflexion nicht zugänglicher Bewusstseinsbereich zugrunde: die absolute Subjektivität.Das basale Defizit der epistemisch ausgerichteten Phänomenologie Husserls ist die Unmöglichkeit einer unmittelbaren Selbstreferenzialität in Bezug auf das eigene Selbst-Bewusstsein. Ausgehend von einem ersten Zugang zur Präreflexivität bei Sartre wird auf Grundlage eines radikalisierten phänomenologischen Designs Michel Henrys und Jean-Luc Marions die Struktur dieser basalen Bewusstseinssphäre systematisch entwickelt.
In: Theorien des Dritten
In: Theorien des Dritten
In: Theorien des Dritten
Zur Ursprünglichkeit einer Dimension des Politischen im Anschluss an die Philosophie des frühen Heidegger
Lässt sich mit Heidegger noch politische Philosophie betreiben? Seit der Veröffentlichung der Schwarzen Hefte scheint dies unmöglich oder zumindest sehr kontrovers. Ohne die Relevanz der um die Hefte entstandenen Debatte in Frage zu stellen, wird hier ein anderer Weg eingeschlagen, um diese politische Dimension zu erkunden.
Dieser alternative Zugang thematisiert die frühen phänomenologischen Schriften (1919–1923) des Autors, die um die fundamentale Frage nach einem Denken des Ursprungs kreisen. Es handelt sich um ein Denken, das für sich in Anspruch nimmt, einen genuinen und adäquaten Zugang zur ursprünglichen Struktur der faktischen Lebenserfahrung gefunden zu haben. Die zentrale These Mengas lautet nun, dass die Vorrangigkeit des Politischen gerade in dieser phänomenologischen Dimension entdeckt, weiter entfaltet und kritisch erörtert werden kann – bis hin zu Spuren einer Demokratietheorie in Heideggers früher Philosophie.