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In: Perspektiven der Aufklärung
In: Literatur und Politische Philosophie
Zwischen Mythos und Realität
Was können wir heute noch von den Denkern der Aufklärung lernen? Wie hat diese Epoche die Welt verändert? Perspektiven der Aufklärung fragt nach der Aktualität und der Reaktualisierung eines zeitgenössischen Denkens der Aufklärung.
Die Epoche der Aufklärung bildete den Ursprung für eine Reihe von emanzipatorischen Projekten, die nicht nur das Zusammenleben der Menschen untereinander betrafen, sondern auf entscheidende Weise auch das Verhältnis des Menschen zu seiner Umwelt prägten.
Der Band feiert nicht die Aufklärung, sondern nimmt eine kritische Bestandsaufnahme vor, anhand derer die Vielfältigkeit und Ambivalenz der Aufklärung deutlich wird.
Aufklärung ist dabei radikal historisierend zu denken: permanente Aufklärung als fortlaufendes Projekt der Gegenwartsgesellschaft.
Subjektivität, Fremdheit, Demokratie
Die Demokratie lebt nicht nur vom Zusammenhalt. Um zu gedeihen, braucht sie auch Subjektivität und Fremdheit. Dieser Leitgedanke, diskutiert u. a. anhand der Flüchtlingskrise, liegt dem Band zugrunde. Gezeigt wird insbesondere, dass er zu einem in der Politischen Philosophie stark unterschätztem Grade gilt. Weil die Literatur reich an Querköpfen und Fremdlingen ist, bekamen alle Beiträger den Auftrag, an die Literatur anzuschließen. So werden hier Werke von Dostojewski über Beckett bis hin zu Franzen, Erpenbeck u.v.a. – zum Teil erstmals – in Dialog mit der Politischen Philosophie gebracht. Damit gelingt es dem Band, den Austausch zwischen Literatur und Philosophie neu zu befruchten. Zwölf Beitragende, unter ihnen Martha C. Nussbaum und Winfried Fluck, zeigen, wie dringend Demokratien Querköpfe und Außenseiter brauchen.