Reinhard Priessnitz und die Repoetisierung der Avantgarde
HerausgeberIn: Thomas Eder
Der österreichische Dichter Reinhard Priessnitz (1945-1985) zählt zu den bedeutendsten Dichtern der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Thomas Eder situiert Priessnitz' einziges zu Lebzeiten publiziertes Buch (vierundvierzig gedichte, 1978) innerhalb des von Begriffen wie "radikale Avantgarde", "Konkrete Dichtung" oder "experimentelle Literatur" aufgespannten Kräftefeldes. Die Grenzüberschreitung der Kunst und Literatur der Avantgarde, ihre Unterminierung von Repräsentation wird in Priessnitz' Gedichten, die Poesie und Epistemologie verknüfen, ihrerseits unterlaufen: die Radikalisierung der Avantgarde beruht hier auf ihrer "Re-Poetisierung". Andererseits glorifiziert Priessnitz Dichtung nicht umstandslos als Erkenntnismodus, sondern legt ein radikal skeptisches und paradoxales Programm zugrunde. Eder eröffnet mit seiner Studie neue Einsichten in die Kunst der Avantgarde (v.a. "Wiener Gruppe", "Wiener Aktionismus", "Konkrete Poesie") und bietet darüber hinaus eine generelle Untersuchung zum Verhältnis von Dichtung, Philosophie und Naturwissenschaft.
in Zur Metapher
Zum Werk von Elfriede Jelinek
HerausgeberInnen: Juliane Vogel und Thomas Eder
Elfriede Jelinek ist eine Künstlerin der Oberflächen und eine Verfechterin der Zweidimensionalität. Fläche und Flachheit - Seichtheit im Doppelsinn von räumlicher Untiefe und Nichtigkeit - können als Leitbegriffe ihres Schreibens ausgemacht werden. In immer wieder neuen Ansätzen befragen ihre Werke die Tiefe des Raumes, die Plastizität des Körpers, die Existenz des Innen und die tiefere Bedeutung. An die Stelle solider Kör per- und Raumbilder tritt die anarchische Selbstbewegung der Texturen, Textilien und Membrane und ein dekonstruktivistisches Spiel mit der dritten Dimension. Mit den Begriffen der »Oberfläche« bzw. der »Topologie« werden deshalb in diesem Buch neue und aussagefähige Perspektiven auf Jelineks Werk erschlossen.
Die Metapher in Philosophie, Wissenschaft und Literatur
HerausgeberInnen: Franz Josef Czernin und Thomas Eder
"Zur Metapher" versammelt Annäherungen an das Phänomen des Metaphorischen in und aus den Bereichen der Literatur, der Philosophie und der Wissenschaften. Relevante und bahnbrechende neue Aufsätze aus der analytischen Philosophie, der Wissenschaftstheorie (vor allem der Naturwissenschaften), der Linguistik und der Hermeneutik bieten eine Zusammenschau der Erklärungen dieses für die unterschiedlichen Disziplinen zentralen Konzepts "Metapher". Nach einleitenden Aufsätzen der Herausgeber, die sich kritisch mit der Behandlung der Metapher in den Kognitionswissenschaften (Eder) und der Davidsonschen Philosophie (Czernin) auseinandersetzen, bündelt der Abschnitt zur analytischen Philosophie die gegenwärtige Debatte in einander kommentierenden Aufsätzen von Severin Schroeder, Wolfgang Künne, Franz Josef Czernin und Samuel C. Wheeler. Die Abschnitte zu den Wissenschaften und zur Literatur beleuchten die Metapher als Analyseinstrument und als zu untersuchender Gegenstand, an Fallbeispielen und als allgemein wissenschaftstheoretische Überlegungen.
in Zur Metapher
in Zur Metapher
in Zur Metapher
in Zur Metapher
in Zur Metapher
in Zur Metapher