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In: "Schreiben heißt: sich selber lesen"
Das 16. Heft des Archivs für Mediengeschichte widmet sich den Medien der Bürokratie. Im Anschluss an soziologische oder parasitologische Bestimmungen der Bürokratie (Max Weber, Niklas Luhmann oder Michel Serres) wird danach gefragt, was es konkret heißt, dass Bürokratien unsere Lage bestimmen.
Dazu soll die großformatige Kategorie der Bürokratie auf ihre kleinteiligen Ermöglichungsbedingungen bezogen werden. Die medientechnische Infrastruktur wird dabei in ihrer Wirkung auf die Verfahren der Bürokratie wie in Bezug auf die von ihr hervorgebrachten Professionsrollen und Subjektivierungstypen untersucht. Da Bürokratien vor allem anderen immer auch Aufschreibesysteme sind, gehen die Beiträge des Heftes der wechselseitigen Implikation von Bürokratie und Medien nach. Die medientechnische Infrastruktur wird dabei in ihrer Wirkung auf die Verfahren der Bürokratie wie in Bezug auf die von ihr hervorgebrachten Professionsrollen und Subjektivierungstypen untersucht.
Zur Zeitlichkeit des Bildes
Bilder sind, anders als es eine hartnäckige ästhetische Tradition will, nicht bloß Raumkünste, sondern gehorchen einer ganz eigenen Zeitlichkeit. Was auf der Bildoberfläche liegt, ist bereits mit einem Blick zu erfassen, und doch entfaltet sich der ganze Detailreichtum der Bilderscheinung erst ganz allmählich. Diesem langsamen In-Erscheinung-Treten der Bilder steht die Plötzlichkeit gegenüber, mit der sie auftauchen und wieder verschwinden. Sie bannen einzelne Augenblicke, wirken dadurch oft schockhaft, traumatisch, überfordernd; selbst in filmischen Sequenzen tritt dieses Plötzliche auf, in Momenten der Montage und des Blickwechsels. Erscheinung und Ereignis versammelt 10 Beiträge aus Philosophie und Kunstwissenschaft, die aus verschiedener Perspektive nach den eigentümlichen Rhythmen, Chronologien und Zeitläufen des Ikonischen fragen.