In: 25 Years Berlin Republic
In: 25 Years Berlin Republic
In: 25 Years Berlin Republic
In: 25 Years Berlin Republic
Reflections on / of German Unification (1990-2015)
25 Years Berlin Republic takes stock of the state of German unification a quarter of a century into the ongoing project that is the Berlin Republic. Thirteen scholars, artists, and public figures from diverse backgrounds document the changing hopes and fears, successes and challenges, that face the republic as it negotiates its way through the 21st century. Taking up a broad assessment of German culture ranging from sports to religion, painting to map-making, film to foreign policy, these studies combine personal experiences with critical analysis in order to understand the Berlin Republic today. The resulting portrait reveals a complex, diverse, and constantly-developing Republic that continues to ask the same essential question that has been at the center of discussions since the dramatic events that gave birth to the Republic: “Sind wir ein Volk?”
Series Editors: Rolf Parr, Todd Herzog, and Tanja Nusser
Schnittstellen sind Orte des Übergangs zwischen verschiedenen medialen Zuständen. Im übertragenen Sinne gilt dies auch für medienkulturwissenschaftliche Studien, die sich mit ihren theoretisch-methodischen Zugriffen und Forschungsfragen multidisziplinär verorten, die Texturen verschiedener medialer Herkunft als komplexe Szenen/Szenarien untersuchen und so Austausch sowie Diskussion über bestehende Grenzen hinweg sicherstellen.
Das Interesse der Reihe gilt jenen Intersektionen und Elementen, die an den verschiedenen Wissensformationen teilhaben. Mit dem Gemeinsamen einher geht aber auch der Schnitt, der eine ›künstliche Trennung‹ herbeiführen kann, die das analysierte Objekt in seine Einzelteile (auch im Sinne der Trennung von Gegenstand und Repräsentation) zerlegt. Um zu verstehen, wie Trennung und gleichzeitig Teilhabe an der Konstruktion von Wissensformationen beteiligt sind, müssen diskursiv und institutionell unterschiedliche Wissensformen und -produktionen aufeinander bezogen werden.
Zur Funktion narrativer Strukturen in Wolfgang Koeppens "Das Treibhaus" und Uwe Johnsons "Das dritte Buch über Achim"
Am Beispiel der Romane Uwe Johnsons und Wolfgang Koeppens profiliert die Studie den Begriff der politischen Literatur: Es wird gezeigt, dass nicht allein die Inhalte, sondern vor allem die Form, die Art und Weise des Erzählens, konstitutiv für die politische Qualität von Literatur ist.
Mareike Gronich geht der Frage nach, inwieweit die narrative Struktur und die Sprache eines Prosatextes jenseits der auf der Inhaltsebene verhandelten Themen eine politische Dimension entfalten können. In der Studie wird ein an Hannah Arendts Denken angelehnter literatur- und politiktheoretischer Ansatz entwickelt, mit dem sich die politische Dimension der Form in ihrer ästhetischen Verfasstheit sowie auch in ihrem politischen Wirkungspotenzial beschreiben lässt. Die Romaninterpretationen zeigen, dass Erzählen auch dann politisch sein kann, wenn es sich nicht explizit – kritisch oder affirmativ – zu politischen Inhalten positioniert, sondern sich stattdessen auf ›das Politische‹ richtet und dies erzählend mitgestaltet.
Narrationen von Arbeit zu Beginn des 21. Jahrhunderts
Author: Iuditha Balint
Von der Entgrenzung der Arbeit ist inzwischen allenthalben die Rede. Dass sich diese nicht auf die bislang untersuchten ökonomischen Aspekte begrenzen lässt, sondern sich auch in literarische Texte einschreibt, ist die Ausgangsthese dieser Untersuchung, die ein kultur- und literaturwissenschaftliches Beschreibungs- und Analysemodell entfaltet, mittels dessen das Phänomen in seiner Komplexität überhaupt erst fassbar wird.
Dabei wird von einer Entgrenzung der Arbeit im dreifachen Sinne ausgegangen: Neben der ökonomischen Entgrenzung rücken hier auch jene Transgressionen in den Fokus, die sich auf sprachlicher und epistemischer Ebene vollziehen. Die Studie macht die Implikationen dieser Verschiebungen in Lektüren verschiedener Gattungen kenntlich. Analysiert werden Romane und Erzählungen, aber auch Reportagen, Essays und Interviews, in denen sich Vorstandsvorsitzende, Top-Manager oder Professoren über ihr Arbeitsverständnis und das Verhältnis von Arbeit und Nicht-Arbeit äußern.
Sissi in Film, Operette und Presse des 20. Jahrhunderts
Von Elisabeth zu Sissi – Schicksalsjahre einer Filmfigur. Wie die österreichische Kaiserin zum Medienstar wurde und welchen Funktionen die Figur unterliegt.
Die systematische Analyse politischer Mythologie um Elisabeth von Österreich aus medienkulturwissenschaftlicher Perspektive zeigt die ›mythische Logik‹ hinter den medialen Repräsentationen der populären ›Sissi‹ auf. Über einen Zeitraum von einem Jahrhundert werden die intertextuellen Muster beschrieben, die immer wieder auf die gleichen narrativen Bausteine zurückgreifen und je nach zeithistorischem Kontext und Genre jeweils neuen Interpretationen unterworfen werden. Neben Ernst Marischkas Sissi-Trilogie stehen ebenso Stummfilme und Hollywood-Produktionen im Zentrum der Analyse. Ein Ausblick skizziert die Entwicklungen in den Darstellungen der Kaiserin seit den 1970er Jahren sowie die Verknüpfungen zu weiteren ›mythischen Figuren‹.
Kulturwissenschaftliche Erkundungen von der frühen Neuzeit bis heute
Author: Andreas Homann
In einer Zeit, in der das Eis an den Polen der Erde nicht nur symbolisch, sondern realiter immer dünner wird, lohnt es umso mehr, einen Blick zurück auf die literatur- und kulturgeschichtliche Karriere des faszinierenden Phänomens ›Eis‹ zu werfen. Weit über die deutschsprachige Literatur hinaus untersucht die Studie das symbolische Potenzial des Faszinationskomplexes ›Eis/Kälte‹ an einer Vielzahl von literarischen, ikonischen und filmischen Texturen von der Frühen Neuzeit bis heute, mit Schwerpunkten auf den synchronen Schnitten ›um 1800‹, ›um 1900‹ und ›um 2000‹. Dadurch wird ein Blick auf diejenigen kulturgeschichtlich einflussreichen Diskurskomplexe und Positionen möglich, die ›Eis‹ als kollektiv verfügbares Symbol zu bündeln und artikulierbar zu machen vermag. Vertiefende exemplarische Einzelanalysen zu Romanen von u. a. Christoph Ransmayr, Sten Nadolny, Martin Mosebach und Peter Høeg machen deutlich, dass und wie mit Hilfe der ›Eis‹-Symbolik höchst komplexe literarische Strukturen generiert werden können.