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  • Author or Editor: Ursula von Keitz x
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In: Riefenstahl revisited

Der Beitrag analysiert, ausgehend von Formen der Aussparung und der evokativen Potentiale dokumentarfilmischer Arbeit mit Leere und Absenz, insbesondere Weisen der Adressierung von Zuschauerimaginationen im Zeitzeugendokumentarfilm. Auf der Basis dieser eingeführten Modi filmischer Oral History wird am Beispiel der Filme DAS HIMMLER-PROJEKT von Romuald Karmakar und AGHET – EIN VÖLKERMORD von Eric Friedler gezeigt, wie durch Auslassungen und ästhetische Reduktionen komplexe Verflechtungen von Zuschauerimaginationen und Referenzen entstehen und wie beide Filme damit fiktive Zeitzeugenschaften und Zeitgenossenschaften kreieren.

In: Auslassen, Andeuten, Auffüllen
In: Realitätseffekte
Der Film und die Imagination des Zuschauers
Das Publikum nimmt Filme nicht nur mit Augen und Ohren wahr – es imaginiert sie auch. Film bedeutet daher immer auch: »Kino im Kopf«.
Das gilt vor allem dann, wenn uns Filme auf anspielungsreiche Weise etwas vorenthalten: Dann werden wir als Zuschauer dazu eingeladen, herausgefordert, uns das Ausgesparte sinnlich vorzustellen. Die Filmwissenschaft hat Fragen zur Imagination des Zuschauers lange Zeit eher stiefmütterlich behandelt. Dieser Band setzt sich nun erstmals im deutschsprachigen Raum systematisch mit dem vertrackten Zusammenspiel von Film und Zuschauerimagination auseinander. Die Autoren klären begriffliche Fragen, diskutieren ästhetische Mittel wie Ellipse oder Filmmusik, gehen der Imagination im Dokumentarfilm und im Stummfilmkino nach und verfolgen die Zuschauerimagination über die medialen Grenzen des Films hinaus.