Um die Literatur des Wunderbaren von der realistischen Literatur zu unterscheiden, verweisen die meisten theoretischen Arbeiten auf die Verletzung der Naturgesetze. Andere Untersuchungen operieren mit kulturgemeinschaftlichen Wirklichkeitskonzepten. Beides ignoriert das literarische Faktum. Eine Orientierung am Paradigma sequentieller Möglichkeiten, die der realistischen Konvention zur Verfügung stehen, ist vorzuziehen. Hiervon ausgehend lässt sich eine spezifisch literaturwissenschaftliche Theorie des Wunderbaren entwickeln und sein Verhältnis zur realistischen Literatur erhellen.

in Das Wunderbare
Dimensionen eines Phänomens in Kunst und Kultur
HerausgeberInnen: Stefanie Kreuzer und Uwe Durst
Das „Wunderbare“ in seiner Komplexität und Vielfältigkeit sowie seinen fachwissenschaftlich kontrovers diskutierten Varianten ist der zentrale Untersuchungsgegenstand dieses ersten interdisziplinär angelegten Sammelbandes zu Dimensionen des Wunderbaren in Kunst und Kultur.
Vom biblischen Wunderglauben über bizarre Bildwelten Hieronymus Boschs bis hin zu fiktional imaginierten Science-Fiction-Szenarios: Das „Wunderbare“ wird in diesem Band als ästhetisch-künstlerisches Phänomen in Literatur, Theater, Film und bildender Kunst untersucht und als „gesamtkulturelles“ Phänomen unter religions-, sprach- und geschichtswissenschaftlichen sowie soziologischen und (para-)psychologischen Perspektiven betrachtet.
in Das Wunderbare
in Das Wunderbare
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