In: Re-Visionen der Moderne
In: Atmosphären
In: Bildung ungleich Humankapital
Editors: Marc Jongen and Uwe Hochmuth
In der Reihe HfG Forschung erscheinen philosophische, medientheoretische, kultur- und sozialwissenschaftliche Studien und Essays aus dem HfG Forschungsinstitut und seinem Umfeld.

Aus avancierten Stellungen des Nachdenkens in den unterschiedlichen Disziplinen werden Fragen entwickelt und Probleme traktiert, die auch jenseits akademischer Kontexte an der Zeit sind. Die Reihe versteht sich als ein Forum für Autoren, die sich einer transdiziplinären, theoretisch mehrsprachigen und radikal offenen Idee von Forschung verpflichtet fühlen.

Wissenschaftlicher Beirat: Prof. Dr. Peter Sloterdijk, Prof. Dr. Wolfgang Ullrich, Prof. Dr. Heiner Mühlmann

Die Reihe ist abgeschlossen.
In: Bildung ungleich Humankapital
In: Bildung ungleich Humankapital
Zur Kritik des Neoliberalismus
Unter dem Etikett Neoliberalismus kursieren verschiedenste, oft irreführende Definitionen und Konzepte. Aber was ist Neoliberalismus und welche Ziele werden in seinem Namen verfolgt? Im Rückgriff auf Foucaults Begriff der Biopolitik und der Gouvernmentalität lässt sich das zentrale Merkmal des Neoliberalismus bestimmen: Es ist der Anspruch, die traditionelle Trennung zwischen Politik und Ökonomie zu überwinden und seinen Einfluss auf alle Bereiche des Alltagslebens auszudehnen. Geleitet von der Annahme, dass das neoliberale Projekt sich gerade in seinen Organisationsformen am deutlichsten offenbart, konzentriert sich Giovanni Leghissa auf die Analyse jener Rationalitätsmodelle, die auch der Betriebsorganisation zugrunde liegen, und legt so eine Verfirmung der Gesellschaft offen.
Symposium über die Ökonomisierung im Bildungswesen
Bologna-Prozess statt humboldtschem Bildungsideal: Die aktuellen Bildungsreformen führen zu einer einseitigen Ökonomisierung des Bildungswesens.
Der Wert von Bildung richtet sich nicht allein nach ihrer wirtschaftlichen Verwertbarkeit. Gesellschaftspolitische Aufgabenstellungen, wie die Sicherung des sozialen Zusammenhalts, die Förderung der kulturellen Entwicklung und die Stärkung der Demokratie, können ohne Bildung nicht bewältigt werden.
Bildung ungleich Humankapital diskutiert die Grenzen des heutigen Bildungsbegriffs und zeigt Alternativen auf.
Nach dem Bewusstsein und dem Unbewussten
Computertechnik, Pharmakologie, Genetik und Neurowissenschaft verheißen dem Menschen die Möglichkeit, sich selbst zu einem »posthumanen« Wesen technisch umzugestalten.
Diesem wird ein massiv erweitertes Spektrum körperlicher und geistiger Fähigkeiten vorausgesagt, man mag aber auch vermuten, der Posthumane müsste über kein Bewusstsein mehr verfügen, da das bewusste Erleben für eine zukünftig geforderte glatte Handlungsfunktionalität eher hinderlich sein könnte. Der vorliegende Band beleuchtet das Szenario des Posthumanismus und die Frage des Schicksals des Bewusstseins kritisch unter den Blickwinkeln der Philosophie, der Psychoanalyse und der Kognitionswissenschaft.
Dimensionen eines diffusen Phänomens
Atmosphären sind uns vertraut und fremd zugleich, denn wir sind nicht nur beständig von ihnen umgeben, sondern sind ein Teil von ihnen und beeinflussen oder erzeugen sie sogar. Dennoch wissen wir kaum, wie und warum sie ihre Dynamiken entfalten und welche Rolle wir darin spielen. Dies gilt für die verschiedenen Dimensionen von Atmosphäre: So unterliegt die lebenserhaltende physikalische Atmosphäre derzeit massiven Veränderungen durch den kaum berechenbaren Klimawandel. Soziale Atmosphären wiederum prägen unsere private und berufliche Lebenswelt und wirken häufig implizit und unbewusst. Und schließlich werden Atmosphären auch intentional erzeugt: In den Massenmedien wie in den Künsten, in der Konsumwelt wie in der Städteplanung. Atmosphären können positiv wie negativ wirken, empathisch genauso wie manipulativ. Die Komplexität dieses diffusen Phänomens zu erfassen, ist daher ein wichtiger Beitrag zum Verständnis unserer Zeit und kann nur interdisziplinär erfolgen – einen solchen Zugang eröffnet dieser Sammelband.