Zur systematischen Darstellung des Absoluten bei Hegel
in Kann das Denken malen?
Schöpferische Konsequenz und geschichtliche Erfahrung im Blick auf Hölderlin
Das spannungsreiche Zusammenwirken der poetischen, biographisch-geschichtlichen und philosophischen Erfahrungsschichten in Hölderlins Entwicklung ist Thema dieses Buches. Leitend ist dabei das Problem der Erfahrung von Zeit, wie sie sich im Bewusstsein geschichtlicher Veränderungen ausbildet, sowie die Verarbeitung dieser Erfahrung im schöpferischen Prozess. Die intensive Verbindung dieser Momente kreativer Erfahrung ist bisher noch nicht untersucht worden. Sie bringt eine Dimension unverfügbarer, unbedingter Zeitlichkeit in den Blick, die sich in der poetischen Formgebung nicht unmittelbar ausspricht, sondern sie unablässig in Frage stellt und unkalkulierbar verändert.
Zur späten Hymnik und Tragödientheorie Friedrich Hölderlins
Die Beiträge des Bandes greifen eine Frage auf, die schon einmal Ende der 80er Jahre gestellt worden war: ob Hölderlin diesseits oder jenseits des Idealismus zu verorten ist. Inzwischen gibt es mehr Voraussetzungen, diese Frage zu beantworten. Einmal ist Dieter Henrichs Jena-Projekt weitgehend abgeschlossen, zum anderen sind neue Texte (wie die beiden seit langem erwarteten Bände 7 und 8 der Frankfurter Hölderlin-Ausgabe) erschienen. Gleichwohl ist in den letzten Jahren immer noch sehr wenig zu dem für die Idealismus-Frage entscheidenden Spätwerk (insbesondere zu den hymnischen Fragmenten und der Tragödientheorie) erschienen. Diesem Mißstand vor allem will der Band abhelfen.